Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Eltern-Kind-Zentrums (EKiZ) Lienz, die vergangene Woche in Amlach stattfand, wurde eine durchwegs positive Bilanz über das vergangene Vereinsjahr präsentiert. Seit Gründung im Jahr 1990 hat sich das EKiZ als zentrale Anlaufstelle für Familien in Osttirol etabliert. Das EKiZ verfolgt das Ziel, junge Familien durch leistbare Angebote, individuelle Unterstützung und qualitätsvolle Kinderbetreuung zu begleiten und zu entlasten. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der frühen Eltern-Kind-Beziehung sowie die Förderung der Elternbildung.

Hohe Frequenz am Standort

Mit einer Jahresfrequenz von über 30.000 Besuchen nutzten durchschnittlich rund 130 Kinder und Erwachsene pro Öffnungstag das Angebot am Standort am Rechten Iselweg. Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Pädagogik, Soziales, Medizin und Verwaltung gewährleisten gemeinsam mit externen Kursleiterinnen, Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern ein umfassendes Betreuungs- und Beratungsangebot. Dieses reicht von Geburtsvorbereitungskursen über Baby- und Kleinkinderschwimmen im Dolomitenbad bis hin zu unterschiedlichen Eltern-Kind- und Spielgruppen.

122 Tageskinder in Betreuung

Im Bereich der Kinderbetreuung konnte eine hohe Auslastung verzeichnet werden: Insgesamt wurden im vergangenen Vereinsjahr exakt 43.043,98 Betreuungsstunden geleistet. 32 Kinder besuchten die Einrichtungen „Spatzennest“ sowie den „Kindergarten für Alle“. Darüber hinaus zählt das EKiZ Lienz zu den größten Tagesbetreuungsorganisationen Tirols. 122 Tageskinder im Alter von 0 bis 16 Jahren aus 20 Tiroler und zwei Kärntner Gemeinden wurden betreut. Dafür standen zehn Tagesmütter sowie ein Tagesvater in mehreren Osttiroler Gemeinden im Einsatz.

Herausfordernde Finanzen

Das Weiterbestehen des Vereins in seiner derzeitigen Form ist aufgrund der allgemeinen finanziellen Lage eine Herausforderung und nur mit Unterstützung der Gemeinden möglich. Kassier Gerald Madritsch berichtete, dass die Budgets der vergangenen Jahre jeweils deutlich über einer Million Euro lagen. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch Förderungen des Landes, der Stadtgemeinde Lienz und des Bundes. Rund ein Drittel der Einnahmen wird durch Eigenmittel wie Eltern- und Mitgliedsbeiträge, Sponsoring, Patenschaften und Spenden aufgebracht.

Im Zuge der Versammlung an der auch die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) teilnahm, wurde der langjährige Obmann Robert Kovacic gemeinsam mit seiner Stellvertreterin und geschäftsführenden Leitung Bärbl Ebner – die an der Versammlung leider nicht teilnehmen konnte – einstimmig wiedergewählt. Sandra Laßnig wurde für ihre langjährige und engagierte Tätigkeit als Schriftführer-Stellvertretung verabschiedet. Als Nachfolgerin tritt Elisabeth Theurl in ihre Fußstapfen, während Eva Salcher-Schober als Schriftführerin tätig bleibt. Die Funktion der Rechnungsprüfer übernehmen weiterhin Robert Kraler und Kurt Ebner.