Viele Menschen mit der Diagnose Krebs haben den Wunsch, selbst etwas zu ihrer Gesundung beizutragen. Oft auch, weil die schulmedizinischen Behandlungen als anonym und fremdbestimmt empfunden werden. Die Misteltherapie hat hier eine herausragende Rolle. Ziel ist es, die Über­lebenschancen zu erhöhen und auch die Lebensqualität und das Wohlbefinden zu verbessern sowie die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien zu reduzieren. In einer US-Studie konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass Gemcitabine, eine Chemotherapie, viel besser vertragen und weit höher (rund 30 Prozent) dosiert werden konnte, wenn man gleichzeitig ein Präparat der Tannenmistel verabreichte.

Spannende Ergebnisse. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Roman Huber vom Universitätsklinikum Freiburg und Dr. Gary Deng (Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York), dem Präsidenten der Amerikanischen Gesellschaft für Integrative Onkologie, wurden die neuesten Studienergebnisse und jüngsten Erfahrungen mit komplementären (= ergänzenden) Therapien ausgetauscht. Kein anderes integratives Verfahren neben Sport wurde und wird so intensiv erforscht, wie die Anwendung von Extrakten aus der Mistel (Viscum album).