Prim. Dr. Thomas Alber FEBU, Abteilung für ­Urologie LKH Hoch­steiermark, Standort  Leoben
Prim. Dr. Thomas Alber FEBU, Abteilung für ­Urologie LKH Hoch­steiermark, Standort Leoben © Foto Schrotter
Prim. Dr. Klaus Jeschke,  Abteilung für Urologie und Andrologie Klinikum Klagenfurt am Wörthersee
Prim. Dr. Klaus Jeschke, Abteilung für Urologie und Andrologie Klinikum Klagenfurt am Wörthersee © Jeschke
Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer, Universitätsklinik  für Urologie Med-Uni Graz
Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Pummer, Universitätsklinik für Urologie Med-Uni Graz © Med univ. Graz

Bösartige Veränderungen der Prostata verdienen besondere Aufmerksamkeit, da Prostatakrebs im Verhältnis zu anderen Tumoren sehr häufig auftritt. Laut Statistik Austria werden pro Jahr in Österreich ca. 5000 neue Fälle registriert, womit es sich hierzulande um die häufigste Krebserkrankung bei Männern handelt. Der Großteil der Patienten ist dem höheren Alterssegment zuzurechnen, aber auch jüngere Personen können betroffen sein.

Die moderne Medizin verfügt über eine ganze Reihe an wirksamen Therapiemöglichkeiten zusätzlich zu Operation und Bestrahlung. Im Rahmen der Erstellung eines individuellen Behandlungsplans orientiert sich die Auswahl an Kriterien wie dem Erkrankungsstadium und dem Umstand, ob der Tumor auf eine Hormontherapie anspricht. Moderne Hormontherapien wurden in frühen und späten Stadien ausführlich in Studien getestet und haben eine gute Wirksamkeit gezeigt. Überdies weisen sie den Vorteil der oralen Einnahme auf.

Früherkennung: Je früher Prostatakrebs diagnostiziert wird, desto höher sind die Chancen auf eine Beherrschung der Erkrankung bis hin zur Heilung. Daher kommt der Vorsorgeuntersuchung beim Urologen, die eine Tastuntersuchung und die PSA-Testung (Blutabnahme) beinhaltet, ein zentraler Stellenwert zu. Männern ab 45 Jahren werden regelmäßige Kontrollen empfohlen; bei erhöhtem Risiko (familiäre Häufung) gilt bereits eine Altersgrenze von 40 Jahren. Die Intervalle der Vorsorgeuntersuchungen werden basierend auf den Befunden und dem Patientenalter festgelegt.