Die Altstadt von Caorle ist eine wahre Schatztruhe und hat sich den Charme eines antiken Fischerdorfes bis heute bewahrt. Das historische Zentrum mit dem romanischen Dom aus dem Jahr 1038 und seinem Glockenturm bildet das Herz von Caorle. Beim Schlendern entlang der verwinkelten Gassen, Plätze und „Campielli“, an denen die Häuser ganz nach venezianischer Tradition in strahlenden Farben bemalt sind, fühlt man sich sofort an die legendäre Lagunenstadt erinnert.
Tatsächlich hat Caorle mit seiner großen venezianischen Schwester noch mehr gemeinsam, als man vermuten mag: Das Fischerdorf war einst von Wasserläufen und schiffbaren Kanälen, den sogenannten „Rii“, durchzogen. Im 19. Jahrhundert wurden diese jedoch zugeschüttet und zu Straßen umfunktioniert.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Wallfahrtskirche Madonna dell’Angelo und die Scoglieraviva. Mit der „lebenden Klippe“ ist die von Felsen gesäumte Strandpromenade gemeint, die sich zu einer Freiluftgalerie entwickelt hat. Seit 1993 haben Künstler aus aller Welt im Rahmen eines alle zwei Jahre im Juni stattfindenden Festivals Kunstwerke und Skulpturen in die Felsblöcke gehauen. Mittlerweile hat sich das Festival zu einem absoluten Pflichttermin entwickelt.