Trotzdem verdienen sie deutlich weniger und das, obwohl sie auch noch mehr Care-Arbeit leisten. Diese Ungleichheit hat weitreichende Folgen – nicht nur, was das Einkommen betrifft: Frauen erhalten im Schnitt auch um rund ein Drittel niedrigere Pensionen und sind in Österreich dreimal so stark von Altersarmut betroffen wie Männer. Diese Zahl steht nicht nur für finanzielle Benachteiligung, sondern auch für Abhängigkeit und Unsicherheit – ein Schicksal, das zu viele Frauen teilen.
Um das zu ändern, braucht es zweierlei: die Bereitschaft, sich mit Vorsorge zu beschäftigen, aber auch einen tiefgreifenden strukturellen Wandel. Jede Frau sollte sich so früh wie möglich mit ihrer Altersvorsorge auseinandersetzen und gemeinsam mit Vorsorgespezialist:innen einen individuellen Vorsorgeplan erarbeiten. Denn die private finanzielle Pensionsvorsorge trägt wesentlich dazu bei, die Kaufkraft im Alter für breite Bevölkerungsschichten aufrechtzuerhalten und
Altersarmut zu vermeiden. Gleichzeitig müssen aber auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerechter werden: gleicher Lohn für gleiche Arbeit, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein weiterer Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und eine faire Aufteilung unbezahlter Care-Arbeit. Nur so kann echte Chancengleichheit entstehen und jede Frau die finanzielle Unabhängigkeit erreichen, die sie verdient.
Als größter Lebensversicherer Österreichs hat die Wiener Städtische das Thema Frauenvorsorge bereits seit Jahren im Fokus. Unter dem Motto #frausorgtvor läuft eine große Kampagne mit prominenten Spokeswomen und dem Ziel, das Bewusstsein zu schärfen und passende Vorsorgelösungen aufzuzeigen.