14 – und was jetzt?! Nach Kindergarten und Volksschule sowie der Zeit in der Mittelschule oder AHS stehen die meisten in diesem Alter vor einer der wichtigsten Entscheidungen ihrer Schullaufbahn: Wohin führt der weitere (Bildungs-)Weg?

Wer einen Beruf erlernen will, hat viele Optionen

Denn manche Berufe kann man nicht nur im dualen Ausbildungssystem, also der Kombination aus Lehre und Berufsschule, sondern auch in einer vollschulischen Ausbildung erlernen. Aber worin liegt der Unterschied?

Die klassische Lehre findet direkt im Betrieb statt. Meistens arbeitet man im Unternehmen und lernt dort den Beruf in der Praxis. Ergänzend dazu finden Berufsschulbesuche statt.

Bei der schulischen Berufsausbildung bleibt man in der Schule (der berufsbildenden mittleren oder höheren Schule), erwirbt eine solide Allgemeinbildung und wird gleichzeitig gezielt auf das Berufsleben vorbereitet. Eine schulische Berufsausbildung vereint also das Beste aus beiden Welten. Sie vermittelt sowohl schulisches Wissen als auch berufliche Fähigkeiten und eröffnet damit unterschiedliche Zukunftsperspektiven. Das Angebot an berufsbildenden Schulen in der Region ist vielfältig. „Für die Jugend sind es goldene Zeiten, was die Berufswahl betrifft“, fasst es Christian Hollinger, Leiter der WKO-Regionalstelle Ennstal/Salzkammergut, zusammen. „Jugendliche haben die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Berufe zu erlernen.“ Es lohnt sich also, genau zu prüfen, welche Ausbildung am besten zu den eigenen Interessen und Plänen passt.

Tipps zur Schulwahl

Bei der Wahl der richtigen Schule oder Ausbildung sollte man die eigenen Stärken im Blick behalten – denn jeder Mensch bringt andere Fähigkeiten mit. Zusätzlich kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein: Das BerufsInfoZentrum (BIZ) Liezen bietet etwa eine kostenlose Beratung zu Beruf, Bildung und Karriere.

Schulen im Ennstal

Das Ennstal bietet ein breites Angebot an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Wer sich etwa für Landwirtschaft und Natur interessiert, findet an der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Grabnerhof oder an der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein einen idealen Einstieg. Dort dreht sich alles um nachhaltige Bewirtschaftung, Tierhaltung und moderne Agrartechnik.

Wer in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft beruflich Fuß fassen möchte, findet im Ennstal die richtigen Voraussetzungen dafür
Wer in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft beruflich Fuß fassen möchte, findet im Ennstal die richtigen Voraussetzungen dafür © drazen_zigic

Auch im Bereich Wirtschaft und Tourismus bietet die Region spannende Möglichkeiten. Die Bundeshandelsakademie und -handelsschule Liezen, die Handelsakademie und Handelsschule für Skisportler:innen in Schladming oder auch die Berufsbildenden Schulen Weyer – gleich hinter der steirisch-oberösterreichischen Grenze – bereiten auf Berufe im kaufmännischen Bereich, im Sport oder in der Freizeitwirtschaft vor.

Die Handelsakademie und Handelsschule in Schladming ist Kaderschmiede für zukünftige Spitzensportler:innen
Die Handelsakademie und Handelsschule in Schladming ist Kaderschmiede für zukünftige Spitzensportler:innen © Ski-Akademie Schladming

Wer lieber mit und für Menschen arbeiten möchte, kann sich an der Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik/am Kolleg für Sozialpädagogik Liezen für eine Karriere in der Kinderbetreuung oder Sozialarbeit ausbilden lassen. Die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft in Gröbming sowie die Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Bad Aussee bieten zudem Ausbildungen in den Bereichen Ernährung und Gesundheitsmanagement an.

Die Ausbildung in Sozialpädagogik am Kolleg in Liezen dauert sechs Semester und schließt mit einem Diplom ab
Die Ausbildung in Sozialpädagogik am Kolleg in Liezen dauert sechs Semester und schließt mit einem Diplom ab © AdobeStock/Robert Kneschke

Schulen in Leoben

Auch in Leoben ist das Angebot breit. An der Höheren Technischen Lehranstalt sind technikaffine junge Menschen gut aufgehoben, hier stehen Fachrichtungen wie Umwelttechnologie, technische Logistik sowie Informationstechnologie und Smart Production im Fokus. Wer sich für Wirtschaft und Management interessiert, findet an der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe und der Bundeshandelsakademie Eisenerz Ausbildungen mit vielfältigen Berufsperspektiven. Das BFI Steiermark – Bildungszentrum Leoben ergänzt mit vielseitigen Berufs- und Weiterbildungen.

Schulen im Mürztal

Die Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck an der Mur sowie die Fachschulen für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Hafendorf und Oberlorenzen – St. Martin decken im Mürztal die Bereiche Land- und Forstbewirtschaftung, Maschinenbau, Tierhaltung und nachhaltige Nutzung ab. Der Bundes-Schulcluster B3 Bruck an der Mur vereint eine Handelsakademie, eine Handelsschule und eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik unter einem Dach. Ergänzend dazu gibt es die Bundeshandelsakademie Mürzzuschlag, die Höhere Technische Bundeslehranstalt Kapfenberg und die Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Krieglach. Das BFI Steiermark – Bildungszentrum Mürzzuschlag bietet zusätzliche Bildungs- und Weiterbildungsangebote.

Schulen im Murtal

Im Murtal bieten die Land- und forstwirtschaftliche Fachschule Kobenz sowie die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Großlobming Ausbildungen in Bereichen wie Land- und Forstwirtschaft sowie ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement an. Technische Berufe werden an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Zeltweg unterrichtet, wirtschaftliche und kaufmännische Berufe an der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Fohnsdorf sowie an der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Judenburg. Für pädagogische Berufe gibt es die Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Judenburg.