Sie hießen „ILOVEYOU“, „Mydoom“ oder „Sasser“ – digitale Würmer, die in den frühen 2000er-Jahren eine neue Ära der Kriminalität einläuteten. Sie infizierten Systeme, versendeten sensible Daten an Unbefugte, löschten Dateien oder legten ganze Netzwerke lahm. In den Folgejahren wurde die Bedrohung immer perfider: Ransomware wie „WannaCry“ verschlüsselte Daten von Krankenhäusern, Unternehmen und Behörden – und forderte Lösegeld für ihre Freigabe. Die weltweiten Schäden dieser Attacken summieren sich auf viele Milliarden Euro.
Die zunehmende Digitalisierung hat die Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit weltweit revolutioniert. Doch sie hat auch neue Einfallstore für Kriminelle geschaffen. Keine Organisation – ob globaler Konzern oder kleiner Familienbetrieb – kann sich mehr in Sicherheit wiegen. Denn die Methoden der Angreifer:innen entwickeln sich ebenso rasant weiter wie die Schutzmechanismen.
Sicherheitskonzepte statt Einzellösungen
Cybersecurity ist heute mehr als ein Virenscanner oder eine Firewall. Es geht um den umfassenden Schutz sämtlicher IT-Systeme und Daten – vor unautorisierten Zugriffen, Manipulationen, Diebstahl oder Beschädigung. Eine zentrale Technologie im Bereich IT-Sicherheit ist das Security Information and Event Management, kurz SIEM. Durch Sammlung und Analyse von Sicherheitsdaten sollen Bedrohungen erkannt werden.
Vor allem kleinere Betriebe stellt Cybersecurity vor große Herausforderungen. Daher bieten Unternehmen wie A1 verschiedene Lösungen an, von der Entwicklung einer Sicherheitsstrategie über Sofort-Hilfe bei Cyberattacken bis hin zu Cloud-Security. „A1 schützt Unternehmen ganzheitlich, von der Infrastruktur über Endgeräte hin zur Cloud, damit sich diese auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können“, sagt Jürgen Spandl, ICT Lead Security bei A1.
Doch selbst die besten Systeme nützen wenig, wenn Anwender:innen auf Phishing-Mails hereinfallen oder unbedacht Informationen preisgeben. Ein wirksames Sicherheitskonzept setzt daher auf eine Kombination aus Technik, Organisation und menschlichem Verhalten. „In einer vernetzten Welt ist jede Schwachstelle ein Einfallstor. Ganzheitliche Strategien zur Cybersecurity entstehen dort, wo Wissen geteilt und Verantwortung gemeinsam getragen wird“, sagt Thomas Hausegger, Managing Director Österreich bei NTS Netzwerk Telekom Service AG.
Eine zentrale Rolle spielt die Bewusstseinsbildung. Mitarbeitende müssen regelmäßig geschult und über aktuelle Bedrohungen informiert werden. Ziel ist die Etablierung einer nachhaltigen Sicherheitskultur – nur so kann langfristiger Schutz gewährleistet werden. Von gut geschulten und für Cybersecurity sensibilisierten Menschen profitieren nicht nur Unternehmen, sondern auch jede Person für den privaten Umgang mit dem Internet und digitalen Endgeräten.
Sicherer Alltag im Netz: praktische Tipps
Die Grundregeln für sicheres Verhalten im Internet sind simpel, aber essenziell. Der Zivilschutzverband Steiermark empfiehlt, zu jeder Zeit Folgendes zu beachten: Sicherheitssoftware wie Virenscanner und Firewalls müssen stets aktuell sein, regelmäßige Updates sind unerlässlich. Bei Laptops und Smartphones ist ein automatisches Sperren des Bildschirms ebenso wichtig wie regelmäßige Datensicherungen. Und nicht zuletzt: Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt online unterwegs sein.
Außerdem ist der gesunde Menschenverstand im Zusammenhang mit Cybersecurity ein unverzichtbares Werkzeug. Grundsätzlich gilt: Seien Sie im Internet immer misstrauisch – zum Beispiel beim Öffnen von Links oder Anhängen oder beim Teilen von Beiträgen in den sozialen Netzwerken.
Wer regelmäßig online shoppt, sollte eine digitale Geldbörse mit biometrischer Authentifizierung – etwa per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung – verwenden. „Moderne Technologien machen Bezahlen nicht nur bequemer, sondern auch sicherer. Digitale Geldbörsen mit biometrischer Authentifizierung sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit beim Online-Shopping und das Risiko für Datenmissbrauch sinkt erheblich“, sagt Michael Brönner, Country Manager von Mastercard Österreich. Beispiele für digitale Geldbörsen sind PayPal, Apple Pay oder Google Pay. Damit werden Kontodaten verschlüsselt, was dafür sorgt, dass sensible Zahlungsdaten nicht weitergegeben werden.
Vorbereitung ist der beste Schutz
Cyberangriffe werden nicht verschwinden – im Gegenteil. Die Bedrohungslage wird komplexer und raffinierter. Die beste Strategie ist daher eine proaktive Haltung: Schutzmaßnahmen rechtzeitig etablieren, Mitarbeitende sensibilisieren und für den Ernstfall vorbereitet sein. Sicherheitslücken kann sich heute niemand mehr leisten – weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich.
Entstanden in Kooperation mit A1 Telekom Austria AG, Mastercard, NTS Netzwerk Telekom Service AG und Zivilschutzverband Steiermark.