Bei den Schlachten auf dem Gebiet des Flusses Soča, auf Italienisch Isonzo, wurden mehr als eine Million Soldaten getötet oder verwundet. Von 1915 bis 1917 tobten die Gefechte zwischen dem Königreich Italien, Österreich-Ungarn und dem Deutschen Kaiserreich. Noch heute erinnert vieles in der landschaftlich traumhaft schönen Gebirgsregion an diese schreckliche Zeit. Das Museum von Kobarid widmet sich ganz den Isonzoschlachten. Es liegt nahe der Grenze zu Italien, rund eine Dreiviertelstunde Fahrzeit von Udine entfernt. Mit vielen Originalrelikten, Fotografien, Modellen und Berichten lässt es die Besucher den Kriegsalltag miterleben. Museumsdirektor Martin Šolar: „Im Jahr 2025 begehen wir den 110. Jahrestag des Beginns der Kämpfe an der Soča unter dem Motto ,In Erinnerung und im Gedenken‘. Neben der ständigen und größten Sammlung des Ersten Weltkriegs in Slowenien bieten wir auch Wechselausstellungen, in diesem Jahr ,Ich war ein Kriegsgefangener‘.“ Einen Besuch des Museums sollten Naturliebhaber unbedingt mit Ausflügen in die Umgebung ergänzen. Die smaragdgrüne Soča mit der historischen Napoleonbrücke liegt nur einen zehnminütigen Spaziergang vom Weltkriegsmuseum entfernt. Noch eine halbe Gehstunde weiter erreicht man den Wasserfall Slap Kozjak. Dieser ist 15 Meter hoch und liegt halb in einer Höhle - ein beeindruckender Anblick.

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Der Weg des Friedens

Kobarid ist nur einer von vielen Orten in der Region, die an die Schlachten erinnern. Besonders spannend ist der „Weg des Friedens“. Der Fernwanderweg nimmt seinen Anfang im Dorf Log pod Mangartom und führt bis ins italienische Triest. Immer wieder werden die Wandernden von der Erinnerung an den Krieg eingeholt. Zum Beispiel im Freilichtmuseum auf dem Berggrat Kolovrat. Im grenzüberschreitenden Museum kann man heute noch Schützengräben, Kavernen und Maschinengewehrstellungen sehen. Ein krasser Kontrast zum Naturidyll und der atemberaubenden Aussicht. Eine besondere Station auf dem Weg des Friedens ist die Heiligengeist-Gedenkkirche von Javorca. Sie ist den Gefallenen aus Österreich-Ungarn gewidmet und wurde von Soldaten, die zugleich Meister ihrer Handwerkskunst waren, errichtet.

Museum von Kobarid

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Vom 1. April bis zum 30. Juni, ist unser Museum täglich von 09.00 – 18.00 Uhr geöffnet.