Die Auswahl ist groß: Rund 200 Lehrberufe werden in Österreich angeboten. Die Fragen, die sich Jugendliche nach Ende ihrer Schullaufbahn stellen, sind aber mindestens ebenso vielfältig: Auf welche Ausbildung soll ich setzen? Welche Jobs sind in Zukunft die richtigen? Wo kann ich meine Talente am besten nutzen? Antwort auf diese Fragen liefern die „Skills Activity Days“, die die WKO Skills Development GmbH in Kooperation mit der Wirtschaftskammer (WKO) und ihren Fachorganisationen, der Arbeiterkammer, dem Land Steiermark und der Bildungsdirektion anbietet.

An der Schnittstelle zwischen Bildungs- und Arbeitswelt haben Jugendliche die Möglichkeit, ihr Talent zu entdecken, auszuprobieren und Informationen zu Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten einzuholen. „Die Skills Activity Days sind eine gute Möglichkeit, sich aus erster Hand einen Überblick über Karrieremöglichkeiten zu verschaffen, um seine Zukunft selbst in die Hand nehmen zu können“, unterstreichen Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk und WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg.

© Monika Winter

So konnten sich in diesen Tagen in der WKO-Zentrale und in der WKO-Außenstelle Gröbming über 1.100 Schülerinnen und Schüler bei Ausprobier- und Mitmachstationen, Infoständen, Präsentationen und Vorträgen – beispielsweise von Ali Mahlodji, EU-Jugendbotschafter und Erfinder der internationalen Berufsorientierungsplattform whatchado – ein branchenübergreifendes Bild über das breite Angebot an Lehrberufen machen. In Workshops wird unter anderem praxisnah aufgezeigt, wie Kreativitätstechniken als „Treibstoff“ für innovative Ideen funktionieren beziehungsweise beim Verlassen eingefahrener Denkmuster helfen können. Anhand kurzer Tests und Übungen bieten Einrichtungen wie das „Talentcenter“ den Jugendlichen die Möglichkeit, mehr über ihre persönlichen Interessen und Neigungen herauszufinden und entsprechende Berufsvorschläge, die zu diesem Profil passen, zu bekommen.

Am Arbeitsmarkt selbst sind interessierte und entsprechend motivierte Jugendliche jedenfalls stark nachgefragt. So suchten im vergangenen Jahr in Österreich durchschnittlich 7.881 Personen eine Lehrstelle; ihnen standen rund 8.000 gemeldete und sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber. Damit bestand das dritte Jahr in Folge ein Überschuss an Stellen. Die demografische Entwicklung liefert auch in den kommenden Jahren wenig Aussicht auf Entspannung. So werden allein in der Steiermark im Jahr 2040 über 50.000 Beschäftigte fehlen.