Drei Buchstaben, zwei Kürzel, ein Ziel: Mit SDG und ESG soll die Nachhaltigkeit in einem ganzheitlichen Ansatz weltweit auf ein neues Niveau gehoben werden, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dafür haben die Vereinten Nationen in ihrer Agenda 2030 insgesamt 17 Nachhaltigkeitsziele – Sustainable Development Goals (SDG) – formuliert. Zur Umsetzung setzt man auf Methoden, deren Schwerpunkte sich in der Abkürzung ESG bündeln: Sie steht für die Bereiche Umwelt (Environment), gesellschaftliche Aspekte (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Anhand der unterschiedlichen Kriterien aus diesen Bereichen kann die Nachhaltigkeit, z. B. eines Unternehmens, bewertet werden. „Eine Herausforderung, die es zu meistern gilt – nicht nur für große Unternehmen, die bereits ab kommendem Jahr der Berichtspflicht unterliegen, sondern auch für Kleinund Mittelbetriebe, die als Teil der Lieferkette gefordert sind“, sagt Christina Mandl, Fachgruppe der steirischen Unternehmensberater. Um die Ziele zu erreichen, wurden im Zuge des „Green Deals“ der Europäischen Kommission in der abgelaufenen Legislaturperiode so viele Rechtsakte wie in keiner Periode davor erlassen – was leider auch zu einer Überregulierung und einem Bürokratieauf- statt -abbau geführt habe, kritisiert die steirische WKO-Vizepräsidentin Gabi Lechner. Die jüngsten Ankündigungen aus Brüssel lassen sie auf einen Kurswechsel hoffen. Demnach soll es eine Abkehr vom starren Green-Deal-Konzept und eine Hinwendung zu einem standortpolitischen Kurs geben, der die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft nachhaltig absichert. Sie sehen sich in ihren Forderungen nach einem allgemeinen Bürokratieabbau, beschleunigten Verfahren und Genehmigungen sowie Technologieoffenheit, was beispielsweise synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) angeht, bestätigt. Was die beiden Kürzel SDG und ESG angeht, will Brüssel jetzt auf einen europäischen Klimaanpassungsplan setzen, der die Mitgliedsstaaten bei der Vorsorge und Planung unterstützen soll. Das Ziel ist freilich dasselbe geblieben: Europa soll bis 2050 der erste Kontinent sein, der keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr verursacht und daher klimaneutral agiert.
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