Die AREA Süd wird ein Erfolgsprojekt. Davon ist Reinhard Pasterk, technischer Geschäftsführer von Sonnenkraft, überzeugt. Seit über 30 Jahren ist das Unternehmen österreichischer Marktführer und Spezialist im Bereich der Systeme zur Gewinnung von Wärme, Wasser und Strom aus Sonnenenergie. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in Wies in der Südsteiermark und St. Veit an der Glan (Kärnten) – und damit in Regionen, die künftig durch die Koralmbahn besser miteinander verbunden sein werden.
Wie kann Sonnenkraft vom Koralmtunnel profitieren?
Reinhard Pasterk: Ein Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pendelt heute schon zwischen St. Veit und Wies – aktuell mit E-Autos und in Zukunft wahrscheinlich mit der Bahn. Wir sehen hier viele Chancen.
Welchen Herausforderungen sieht sich Ihre Branche gegenüber?
Die Welt wird agiler und schneller. Flexibilität ist das Konzept der Zukunft. In der Welt der Photovoltaik ist das wahrscheinlich noch ausgeprägter als in anderen Branchen. Denn unsere Kunden haben sehr individuelle Anforderungen, auf die wir rasch mit flexibler Produktion reagieren können. Das zeichnet Sonnenkraft aus und damit punkten wir in ganz Europa, vor allem in der DACH-Region.
Wie wichtig sind dafür leistungsstarke Verkehrsverbindungen? Was erwarten Sie sich von diesem Zusammengang von der AREA Süd als neue Wirtschaftsregion im Süden Österreichs?
Mit der AREA Süd entsteht ein Ballungsraum mit hoher Zugkraft, davon bin ich überzeugt. Die Region gewinnt damit auch für zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Attraktivität. Mit höherer Mobilität können wir den Austausch unter unseren Beschäftigten weiter verstärken. Zudem werden Kärnten und die Steiermark für die Ansiedlung von weiteren Betrieben interessanter. Mehr Unternehmen bedeuten mehr Arbeitsplätze, Kaufkraft und Wachstum.
Jahrhundertprojekt
Die Koralmbahn, die ab Dezember 2025 die urbanen Ballungsräume Graz und Klagenfurt zu einer neuen Wirtschaftsregion „AREA Süd“ zusammenwachsen lässt, strahlt weit über den eigentlichen Trassenkorridor hinaus aus. Zum einen kommt ihr als zentrale Verbindung der baltisch-adriatischen Achse international eine wichtige Brückenfunktion zu. Zum anderen eröffnen sich auch für die Steiermark selbst enorme Entwicklungschancen. Herzstück des Bahnprojekts ist dabei der 33 Kilometer lange Koralmtunnel. Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, spricht in diesem Zusammenhang von einem „Jahrhundertprojekt“, verdichtet er doch die Ballungsräume rund um die beiden Landeshauptstädte zum zweitgrößten Wirtschaftsraum Österreichs. „Das bedeutet ein Plus an wirtschaftlicher Dynamik, Attraktivität und Lebensqualität“, streicht Herk das Potenzial heraus. So leben in der AREA Süd 1,8 Millionen Menschen. Mehr als 50.000 Arbeitgeberbetriebe mit 730.000 Beschäftigten erbringen eine Wirtschaftsleistung von etwa 70 Milliarden Euro.
Entgeltliche Einschaltung der Wirtschaftskammer Steiermark