Eisenholzbaum, Feldahorn und Blumenesche. Diese drei Bäume gedeihen seit wenigen Wochen an der Fassade der Uniqa-Zentrale in der Annenstraße, zwischen dem zweiten und dem vierten Stock. Die Pflanzentröge fassen rund 2,3 Kubikmeter Erde und Wurzelwerk, was etwa dem Inhalt von 16 Badewannen entspricht. Die Inspiration für das Projekt holte sich Architekt Andreas Salfellner von den Bosco Verticale, den begrünten Zwillingstürmen in Mailand.

Natur in der Stadt

Neben Bäumen wurden auch Kletterpflanzen an der Fassade angebracht, die dazu beitragen sollen, die vollen 500 Quadratmeter zu begrünen. Blauregen, Pfeifenwinde, Klettertrompete, Heckenkirsche, Geißschlinge und wilder Wein klettern das Rankgerüst empor, das in etwa 30 Zentimeter Abstand zur Fassade angebracht wurde und in Zukunft auch zu blühen beginnen soll. „Wir wollten einfach bei uns selbst anfangen und einen Schritt setzen, um die Natur wieder in die Stadt zurückzuholen“, betont Johannes Rumpl, Uniqa-Landesdirektor Steiermark.

Nachhaltige Versorgung

Auch die Wasserversorgung der Begrünung ist wohlüberlegt. Mittels  Tröpfchensystem werden die Bäume gegossen und bei starkem Regenfall läuft das Wasser weiter ins Kanalsystem. Die installierte  Photovoltaikanlage am Dach erzeugt Energie für das Gebäude. Sollte etwas übrigbleiben, wird es ins Stromnetz Graz eingespeist.

Gewachsenes Projekt: Johannes Rumpl (links) mit H. P. Höfler, Andreas Salfellner, Vera Enzi
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