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Neuer ProduktionsstandortAT&S investiert bis zu 1,7 Milliarden Euro, Aktie hebt um mehr als 17 Prozent ab

Größte Investition in Unternehmensgeschichte in Südostasien - für zusätzliche Kapazitäten für IC-Substrate - erfolgt bis 2026. Aktienkurs klettert um 17,4 Prozent nach oben.

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AT&S - hier die neue Firmenzentrale in Leoben - investiert in Südostasien 1,7 Milliarden Euro
AT&S - hier die neue Firmenzentrale in Leoben - investiert in Südostasien 1,7 Milliarden Euro © Freisinger
 

Der steirische Technologiekonzern AT&S will in den kommenden fünf Jahren bis zu 1,7 Mrd. Euro in Südostasien investieren. Es soll ein neuer Produktionsstandort für IC-Substrate errichtet werden. Das Investitionsvorhaben basiere auf der geplanten Zusammenarbeit mit großen Halbleiterherstellern. Ein wesentlicher Teil der Projektfinanzierung komme aus Vereinbarungen mit Kunden, eine Kapitalmarkttransaktion sei daher nicht erforderlich, teilte AT&S am Dienstag mit.

Der Aufsichtsrat muss den Plänen noch zustimmen. Es wäre die bisher größte Investition in der Unternehmensgeschichte von AT&S. Mit dem zusätzlichen Werk rechnet AT&S 2025/26 mit einem Umsatz von rund 3 Mrd. Euro und einer Ebitda-Marge von 27 bis 32 Prozent.

Wie AT&S erklärte, steht das Vorhaben unter dem Vorbehalt der geplanten Zusammenarbeit mit zwei führenden Herstellern für High-Performance-Computing-Halbleitern, mit denen langfristige Verträge abgeschlossen werden sollen. Mit der Unterzeichnung dieser Verträge werde zeitnah gerechnet, so die Steirer.

Rund die Hälfte des Investitionsvolumens soll durch Finanzierungsbeiträge der Kunden bereitgestellt werden, deren bilanzielle Darstellung sei aber noch zu klären, "Jedenfalls ist eine Kapitalerhöhung durch Begebung neuer Aktien für die Finanzierung des Projekts nicht erforderlich", erklärte AT&S. Die Aktionäre müssten sich aber während der Projektlaufzeit auf eine höhere Verschuldung und eine niedrigere Eigenkapitalquote einstellen.

Bis zu einer Milliarde Euro mehr Umsatz

Der Produktionsstandort in Südostasien - einen konkreten Ort nannte AT&S nicht - soll eine Gesamtgröße von rund 200.000 Quadratmetern haben. Dort sollen ABF-Substrate für High-Performance-Prozessoren gefertigt werden. Diese finden Anwendung in Hochleistungsrechnern, Datenzentren und in der Autoindustrie. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2021 und der Start der Serienfertigung ist Ende 2024 geplant.

Die geplanten Kapazitäten könnten bei vollständiger Auslastung ein zusätzliches Umsatzpotenzial von bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr generieren. Der Vorstand hob in der Aussendung die Bedeutung des Projekts hervor. Es trage wesentlich zur "Diversifizierung des Kundenportfolios, der Verbreiterung des regionalen 'Footprints' und der Positionierung im stark wachsenden Markt der ABF-Substrate bei".

AT&S hat im Coronageschäftsjahr 2020/21 einen Rekordumsatz von 1,19 Mrd. Euro geschrieben. Den Investitionsplänen zufolge soll dieser bis 2023/23 auf über 2 Mrd. und 2025/26 auf rund 3 Mrd. Euro steigen. Mit dem Fokus auf höherwertige Anwendungen erwartet der Vorstand auch eine Verbesserung der Gewinnspanne.

AT&S-Aktie zieht um mehr als 17 Prozent an

Die Aktien von AT&S haben ihre Kursgewinne am Dienstag nach freundlichem Verlauf deutlich weiter deutlich ausbauen können. Zum Börsenschluss lag das Plus bei satten 17,36 Prozent - der Kurs stieg damit auf 35,5 Euro je Aktie.

Kommentare (3)
Kommentieren
Hausberger
7
2
Lesenswert?

Aktien statt Lotto/Toto

Und alles wird gut!

lombok
8
20
Lesenswert?

Jetzt haben wir Covid geradeso über die Bühne gebracht ...

... und dennoch investieren Unternehmen aus Österreich wieder in Asien. Ich weiß schon ... Billige Arbeitskräfte usw. Aber dennoch lernt die machtgeile Wirtschaft nichts aus der Krise. Schrecklich!

smithers
2
13
Lesenswert?

@lombok

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