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"Anti-Red-Bull"Österreichisches Schlafgetränke-Start-up Snoooze pleite

2,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten nach coronabedingtem Umsatzeinbruch. Das Unternehmen soll nicht fortgeführt werden

© Snooze/KK
 

Am Landesgericht Salzburg ist am Dienstag der Konkurs über die Snoooze Vertriebs GmbH eröffnet worden. Das in der Landeshauptstadt ansässige Unternehmen, das sich vor allem auf den Handel mit natürlichen Schlafgetränken aus Kräutern spezialisiert hat, ist laut Informationen mehrerer Kreditschutzverbände mit 2,8 Millionen Euro verschuldet. Die Anzahl der betroffenen Gläubiger dürfte aus heutiger Sicht bei 50 bis 60 liegen. Eine Fortführung werde nicht angestrebt.

Absatz hat sich massiv verschlechtert

Laut Angaben des 2017 gegründeten Start-ups habe sich der Absatz der vertriebenen Produkte im Zuge der Coronapandemie massiv verschlechtert. Das habe zu enormen Umsatzeinbußen geführt. Gespräche mit rund zehn Investoren, die eine Weiterführung für mindestens zwei Jahre hätten garantieren sollen, seien jedoch alle negativ verlaufen. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) sei bereits im ersten Betriebsjahr ein negatives Ergebnis erwirtschaftet worden, auch 2018 und 2019 lagen die Betriebsergebnisse "im beträchtlichen Negativbereich".

Das rezeptfreie Schlafgetränk "Snoooze" basierte auf einer Mischung aus Quellwasser und Kräuteressenzen, denen schlaffördernde Wirkung zugeschrieben wird, etwa Baldrian, Lindenblüte, Zitronenmelisse oder Passionsblume. In Medienberichten war gelegentlich von einem "Anti-Red-Bull" die Rede.

Das Firmenbuch "Wirtschafts-Compass" listet zwei Gesellschafter auf, die jeweils 50 Prozent am Unternehmen halten. Die deutsche Döhler Ventures und die niederländische Vriens Food & Company B.V. rund um den Snoooze-Erfinder Hans Vriens. Snoooze hat eine Tochtergesellschaft in Deutschland, hier gehen die Kreditschützer davon aus, dass auch diese Insolvenz anmelden wird müssen und die Anteile als wertlos zu erachten sind.

Kommentare (9)
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ikennminetguataus
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Wenn Corona an der Pleite schuld sein soll ...

... frage ich mich, warum ausgerechnet der Lebensmittelhandel in der Krise Rekordumsätze einfährt.
Habe Snooze einmal gekauft und probiert. Hemmungsslos subjektiv: fast jeder kalte, leicht gesüßte Tee schmeckt besser.

mariopucher@gmail.com
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....es geht auch nicht....

....um den Geschmack, sondern vielmehr um die Wirkung der außergewöhnlichen Kräutermischung, soll es doch das Ein-und bessere Durchschlafen ermöglichen.Wenn‘s nur schmecken soll, dann gibt’s andere Getränke die auch günstiger sind.

GuentAIR
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Schlafgetränk?

Es reicht doch, wenn man sich den Wegscheider auf RedBull- ah Servus-TV ansieht 😉

ritus
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Hmmmhhh...

...wenn ich den Wegscheider seh, kann ich nicht mehr einschlafen, weil der so brutal polemisch und hetzerisch daherredet, allerdings mit weicher Stimme. Der steigert die Wirkung von RB (grausliches Zeug) sicher nochmal erheblich. Mich wundert, dass er auf Corona-Demos keine eigene Bühne hat. Aber einmal angschaut hat mir eh gereicht

Carlo62
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Da dieses (Schlaf-) Getränk wohl kaum...

...über Gaststätten oder bei Veranstaltungen oder bei Festen vertrieben wird, ist die COVID-Problematik wohl eher nicht schuld an der Pleite. Der Absatz über Geschäfte boomt derzeit ja gerade.

leben123
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Vertriebsschiene Trafiken ging auch in die Hose

Meines Wissens wurde auch versucht, die Trafikanten an Bord zu holen - ging für mich erwartungsgemäß in die Hose. Wer wird denn in den Trafiken soooo gesunde Getränke kaufen und preislich waren diese auch über jeder Norm!

mariopucher@gmail.com
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Das ist gefährliches Halbwissen.....

.....der Vertriebsweg Trafik wurde nie in Erwägung gezogen, Hauptvertriebsweg war der LEH.
Aber wenn Sie möchten kann ich das auch ausführlich erklären.....damit‘s Halbwissen weggeht....

alfi_40
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Danke,

nicht nötig, hat sich
von selbst erledigt..

Sager007
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Falsche Taktik!

Im Parlament hätten sie verkaufen sollen, da ist alles offen und großer Bedarf!