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Spektakulärer WochenstartBörsen im Hoch: ATX legt binnen zwei Tagen um elf Prozent zu

Weitere Zugewinne nach spektakulärem Wochenbeginn, Corona-Impfstoffkandidaten erneut bestimmendes Thema. Wiener Leitindex legte am Dienstag 3,43 Prozent zu.

© (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
 

Die Wiener Börse hat am Dienstag den zweiten Handelstag in Folge mit sehr deutlichen Kursgewinnen geschlossen. Nach dem massiven Kurssprung vom Wochenbeginn legte der österreichische Leitindex ATX nun weitere 3,43 Prozent auf 2.396,42 Punkte zu. Damit ist er in der erst zwei Tage andauernden Handelswoche bereits um mehr als elf Prozent gestiegen.

Die Hoffnung auf einen baldigen Covid-19-Impfstoff hatte den ATX am Montag um 7,60 Prozent nach oben schießen lassen. Das deutsche Pharmaunternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer hatten erfolgreiche Daten aus der für eine Zulassung entscheidenden Studie mit einem Corona-Impfstoff vorgelegt.

Ölwerte und Bankaktien stark nachgefragt

Bei den Einzelwerten waren wie schon am Vortag die konjunktursensiblen Ölwerte und Bankaktien stark nachgefragt. Im Ölbereich stiegen die Titel der OMV um 10,28 Prozent und die Papiere von Schoeller-Bleckmann legten 6,41 Prozent zu. Bei den Banken gewannen die Anteilsscheine der Erste Group 6,56 Prozent, die Raiffeisen-Aktien 4,95 Prozent und die BAWAG-Titel 4,88 Prozent.

Außerhalb des Leitindex schossen die Titel des Luftfahrtzulieferers FACC um mehr als 22 Prozent nach oben. Die Luftfahrtbranche gilt als einer der von der Coronakrise am stärksten betroffenen Sektoren und könnte dementsprechend von einem bald verfügbaren Impfstoff besonders profitieren.

Erneut stark nachgefragt wurden außerdem die Flughafen-Wien-Papiere mit einem Plus von 5,28 Prozent. Die Hoffnungen auf einen Covid-19-Impfstoff hatten sie bereits am Vortag um knapp 15 Prozent anziehen lassen. Die Do&Co-Titel kamen dagegen leicht von ihren massiven Vortagesgewinnen zurück und verloren 5,37 Prozent. Sie waren am Montag um mehr als 34 Prozent nach oben geschossen.

Im Plus endete der Handelstag nach einer Berg- und Talfahrt für die Aktien der voestalpine, die schließlich um 0,95 Prozent höher aus dem Handel gingen. Der Stahlkonzern ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 zwar tief in die roten Zahlen gerutscht. Gleichzeitig ist es nach Unternehmensangaben aber im zweiten Quartal zu einer spürbaren Erholung in wesentlichen Branchen gekommen.

Europas Leitbörsen überwiegend mit Gewinnen

Auch die europäischen Leitbörsen haben am Dienstag überwiegend Kursgewinne verbuchen können und knüpften damit an den fulminanten Wochenbeginn an. Der Euro-Stoxx-50 gewann 34,71 Einheiten oder 1,02 Prozent auf 3.442,62 Zähler. Der DAX in Frankfurt schloss mit 13.163,11 Punkten und plus 0,51 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 1,79 Prozent und steht nun bei 6.296,85 Stellen.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte erneut Finanzwerte und Titel aus dem Öl-Sektor unter den größeren Gewinnern. Dagegen war der Index der Technologiefirmen das Schlusslicht im Branchentableau. Laut Marktanalyst Neil Wilson von Markets.com wechseln die Anleger derzeit verstärkt von wachstumsträchtigen Branchen in Substanzwerte. Tech-Aktien leiden darunter, zumal sie in den vergangenen Corona-Monaten allgemein zu den Gewinnern des Digitalisierungsbedarfs gezählt wurden.

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