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KlimadebatteLufthansa-Chef bezweifelt positiven Effekt aus Kerosinsteuer

Die deutsche Luftfahrtbranche kommt heute zur ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig zusammen.

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Hauptthemen dieser ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz dürften Klimaschutz, digitale Innovationen, Drohnen und neue Märkte sein. Wegen der verstärkten Debatte rund um den Klimawandel steigt der Druck auf die Branche enorm, sich stärker zum Umweltschutz zu verpflichten.

Der wichtigste Hebel zur Reduzierung klimaschädlicher Kohlendioxid-Emissionen in der Luftfahrt ist laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr der Einsatz moderner Flugzeuge. Damit könne der CO2-Ausstoß pro Passagier um 25 Prozent gesenkt werden.

Luftfahrt als Schlüsselbranche für den Standort

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kabinettskollegen Peter Altmaier und Andreas Scheuer gehen in Leipzig vor rund 500 Gästen auf das Podium. Dazu kommen viele Industrievertreter. Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen zudem das "Leipziger Statement für die Zukunft der Luftfahrt" unterzeichnen. Hier geht es um die Luftfahrt als Schlüsselbranche für den Standort Deutschland - und darum, die Herausforderungen Wachstum und Klimaschutz in Einklang zu bringen.

Ende "extrem billiger Tickets" gefordert

Spohr hat eine positive Wirkung einer möglichen Kerosinsteuer auf das Klima in Zweifel gezogen. Der Konzernchef warnte in der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch, der Luftverkehr würde dann nur in andere Länder verlagert. Fluggesellschaften würden im Ausland tanken, wo eine solche Steuer nicht erhoben werde.

Trotzdem sehe er große Chancen, die Klimabelastung durch den Luftverkehr in den kommenden zehn Jahren deutlich zu senken, sagte Spohr. So könne der CO2-Ausstoß langfristig um zehn Prozent gesenkt werden, wenn synthetischer Treibstoff in großen Mengen hergestellt würde. Spohr forderte in der "SZ" auch ein Ende extrem billiger Tickets.

Branche in der Defensive

Fliegen ist laut dem deutschen Umweltbundesamt die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen, die Branche ist daher in der Defensive. Anfang August hatte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) ein Sechs-Punkte-Programm vorgestellt, das die CO2-Emissionen im Flugverkehr stark senken soll. Den größten Hebel sieht die Branche demnach bei der Weiterentwicklung der Kraftstoffe für Flugzeuge.

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