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Börsendebüt von Uber Anleger wetten auf die Mobilität der Zukunft

Fahrdienstvermittler Uber: An der Wall Street in new York ist einer der größten Börsengänge seit Jahren über die Bühne gegangen. Die Aktien starteten im Minus.

Das vor zehn Jahren gegründete Technologieunternehmen aus Kalifornien, das noch immer keine Gewinne schreibt, kommt auf eine Gesamtbewertung von mehr als 82 Milliarden Dollar (73 Milliarden Euro) - und ist damit so viel wert wie BMW und Volkswagen zusammen. Die Aktien sind bei ihrem mit Spannung erwarten Börsendebüt aber mit Verlusten gestartet. Der erste Kurs lag bei 42,00 Dollar und damit weit unter dem Ausgabepreis von 45,00 Dollar.

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Ursprünglich wurde sogar noch eine höhere Bewertung  angepeilt. Am Ende legte Uber jedoch den Ausgabepreis aber am unteren Ende der Spanne fest, wohl auch um das Schicksal des kleineren Rivalen Lyft zu vermeiden, mit dessen Aktien es seit dem Börsengang Ende März nur bergab ging. Platziert wird zunächst ein Anteil von rund zehn Prozent.

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Bekannt wurde Uber, weil der Konzern in vielen Regionen der Welt - auch in Österreich und Deutschland - die Taxibranche auf den Kopf gestellt hat und die Art veränderte, wie Menschen mobil unterwegs sind: Die Firma vermittelt Mitfahrten über eine App, zuletzt zählte sie nach eigenen Angaben 91 Millionen Kunden pro Monat.

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Genau in dieser Entwicklung stecke die Fantasie an der Börse, sagt Anlage-Experte Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. "Wegen der Taxis wird die Uber-Aktie nicht gekauft. Uber hat das Potenzial, die führende Plattform zu werden, über die Mobilitätsprobleme weltweit gelöst werden können." Für die Anleger ist es also vor allem eine große Wette auf die Zukunft.

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Größter bisheriger Aktionär von Uber ist mit gut 16 Prozent der japanische Technologieinvestor Softbank, der auch an WeWork beteiligt ist. Die Firmengründer Travis Kalanick und Garrett Camp halten ebenfalls größere Pakete.

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Uber-Chef Dara Khosrowshahi, der seit 2017 an Bord ist, hatte in den vergangenen Wochen kräftig die Werbetrommel für den Börsengang gerührt. Die Zukunft von Uber liege nicht in den Fahrdiensten, sondern auf einer Technologie-Plattform für Transport- und Logistikdienste, betonte er.

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Khosrowshahi brachte wieder Ruhe in das Unternehmen. Unter seinem Vorgänger Kalanick war der Konzern oft in den Schlagzeilen gestanden. Die Vorwürfe reichten von sexuellem Missbrauch über Datenklau bis hin zu Bestechung.

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Uber kassiert Vermittlungsgebühren, die fällig werden, wenn ein Fahrer einen Auftrag über die Online-Plattform erhält. Weil zugleich aber die Investitionen in neue Geschäftsfelder wie autonomes Fahren hoch sind, bleibt nichts übrig: 2018 stand ein Verlust von 1,8 Milliarden Dollar zu Buche - bei einem um 42 Prozent höheren Umsatz von 11,3 Mrd. Dollar.

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Allerdings streikten in dieser Woche gleich in mehreren Städten der USA und in Großbritannien Uber-Fahrer, um auf die Diskrepanz zwischen ihren Arbeitsbedingungen und den erwarteten Gewinnen der Investoren beim Börsengang aufmerksam zu machen. Weltweit fahren für Uber drei Millionen Menschen.

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Uber teilte nun am Donnerstag mit, sich mit der Mehrheit der rund 60.000 Fahrer geeinigt zu haben, die gegen ihren Status bei dem Unternehmen vorgegangen sind. Die Kosten dieser Einigungen bezifferte Uber auf bis zu 170 Mio. Dollar. An dem grundsätzlichen Modell will Uber jedoch festhalten.

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