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Fast 650 Milliarden EuroSo hoch ist das Finanzvermögen der Österreicher

Aktuelle Nationalbank-Daten: Das Finanzvermögen der Österreicher stieg im Vorjahr um 3,3 Prozent auf 646 Milliarden Euro.

© (c) Jürgen Fälchle - Fotolia
 

Ausschlaggebend für den Zuwachs waren vor allem höhere Bewertungen an den Märkten, während Neuveranlagungen um 2,6 auf 10,2 Milliarden Euro zurückgingen. Täglich fällige Einlagen waren weiterhin sehr gefragt. Gestiegen sind auch die privaten Schulden, weil Wohnbaukredite stärker nachgefragt wurden, teilte die Nationalbank am Mittwoch mit.

Der Rückgang bei den Neuveranlagungen zeigt sich laut Nationalbank auch in der von 7,9 auf 6,4 Prozent gefallenen Sparquote der heimischen Haushalte. Einerseits seien nämlich die Konsumausgaben gestiegen, andererseits seien nach dem Auslaufen der Effekte aus der Steuerreform die Einkommen im Vorjahr weniger stark gewachsen als noch 2016. Aufgrund von Neuveranlagungen stieg das Finanzvermögen der Haushalte nur um 1,5 Prozent.

Diese Anlagen waren 2017 besonders gefragt

Der größte Teil der Neuveranlagungen ging auch 2017 wieder in täglich fällige Einlagen. Sie stiegen um 14 Mrd. Euro auf 138 Milliarden Euro und machten 21 Prozent des gesamten Finanzvermögens aus. Bis zu einem Jahr gebundene Einlagen gingen um 6,6 Milliarden auf 104,5 Milliarden Euro zurück und machten nur noch rund 16 Prozent des gesamten Finanzvermögens aus. Grund dafür war laut OeNB der geringe Zinsvorteil von durchschnittlich nur 0,1 Prozentpunkten gegenüber täglich fälligen Einlagen.

Alternativ flossen 2017 netto 3,7 Milliarden Euro in Investmentfonds, davon 2,4 Milliarden in ausländische Zertifikate. Besonders gefragt waren gemischte Fonds und Immobilienfonds. Dagegen wurden Rentenfonds abgebaut. Börsennotierte Aktien wurden - ungeachtet der deutlich gestiegenen Börsenkurse - ebenso verkauft wie verzinsliche Wertpapiere und hier vor allem Bankemissionen.

Gestiegene Wertpapierkurse 

Die Wertpapierkurse von Aktien im Portefeuille der Haushalte stiegen um 19 Prozent und damit der Marktwert um vier Milliarden Euro auf 25 Milliarden Euro. Besonders stark profitierten Haushalte von den Kurssteigerungen an der Wiener Börse. Die im Privatbesitz befindlichen Aktien stiegen preisbedingt um 30 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Besitzer von Investmentfonds verzeichneten einen kursbedingten Zuwachs um rund eine Milliarde Euro bzw. zwei Prozent. Der Aktienanteil am gesamten Finanzvermögen betrug dennoch nur vier Prozent, jener der Investmentzertifikate 9,2 Prozent.

Haushalte verschuldeten sich im Jahr 2017 per saldo um 4,9 Milliarden Euro und damit um 1,5 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2016. Erneut dominierten die Wohnbaukredite, wenngleich Konsumkredite konjunkturbedingt ebenfalls leicht zunahmen.

Das ausstehende Kreditvolumen (einschließlich sonstiger Verbindlichkeiten) zum Jahresultimo 2017 betrug rund 184,5 Milliarden Euro, wobei der Löwenanteil (71 Prozent) auf Wohnbaukredite entfiel.

Kommentare (1)

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lexbalexba
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Lesenswert?

Und sie tragen das Geld zur Bank ihres Misstrauens!

Statt in kostengünstige und effiziente Indexfondsveranlagungen zu investieren gehen sie zu den Bankstern und lassen sich sauteure Banksterprodukte aufschwatzen! Kosten dann gleich mal 2-3% pro Jahr, d.h. nach sinnvollen 10 Jahren ist dann ein Fünfte dis ein Drittel der Substanz weg, egal ob das „Investment“ steigt oder fällt!
Und die Politik sieht keinen Bildungsbedarf im Schulwesen! Finanz- und Wirtschaftsbildung wäre für die Politik auch ein Problem, denn dann würde die Politikerfinanzlobby ihre Geschäfte nicht mehr ungestört fortführen können! Beispiele: Bankenrettungen auf Steuerzahlerkosten, Spekulationen von Gemeinden, Städten, Ländern, AK, WK etc., Förderunwesen und Freunderlwirtschaft usw.

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