Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen Gesetzesvorschlag vorgestellt, der Großunternehmen für die Zustände bei ihren Zulieferern stärker in die Pflicht nimmt. In der EU tätige Firmen sollen dafür zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn sich ihre Lieferanten nicht an bestimmte Mindeststandards halten. Konkret sollen sie dazu gebracht werden, zu prüfen, dass ihre weltweiten Lieferanten unter anderem keine Sklaven- oder Kinderarbeit dulden und Umweltstandards einhalten. Manager sollen zudem dazu verpflichtet werden, sicherzustellen, dass Geschäftsmodell und Strategie ihres Unternehmens auf die Begrenzung der globalen Erderwärmung von maximal 1,5 Grad ausgerichtet sind.
Konzerne sollen haften
EU plant strengeres Lieferkettengesetz
Menschenrechtsverstöße, Umweltzerstörung, unwürdige Arbeitsbedingungen: In der EU tätige Großunternehmen sollen für die Zustände bei ihren weltweiten Zulieferern stärker in die Pflicht genommen werden.
© poco_bw - stock.adobe.com