Situation spitzt sich zuTausende Lkw-Fahrer fehlen, Aufträge in der Warteschleife

In England bleiben schon Supermarktregale leer, weil in der Logistik die Mitarbeiter fehlen. Auch in Österreich fehlen an allen Ecken und Enden Lastwagenfahrer, sagt Markus Ebner vom Logistikunternehmen Gebrüder Weiss.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Innerhalb von Europa erfolgt ein Großteil des Tranportes mit dem Lkw © thomaslerchphoto - stock.adobe.c
 

In England ist es bereits Realität: Im Supermarkt klaffen Lücken im Regal, bei Ikea fehlen Matratzen und die Milchbauern bleiben auf ihrer Milch sitzen. Der Hauptgrund: Es fehlen die Menschen, welche die Dinge von A nach B bringen. Und das sind in der Regel Lastwagenfahrer. 100.000 gibt es davon aktuell zu wenig in Großbritannien, heißt es. Dirk Engelhardt vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung ist aber überzeugt davon, dass die Insel mit dem Problem nicht alleine bleiben wird: "Was in Großbritannien passiert, ist durch den Brexit beschleunigt. Ich gehe aber fest davon aus, dass wir in Westeuropa die gleiche Situation haben werden, nur etwas zeitversetzt." Auch in Deutschland würden bereits bis zu 80.000 Fernfahrer fehlen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

ErichGolger
0
3
Lesenswert?

Kostenwahrheit für die Strassenbenutzung

Die Belastung einer Straße durch den LKW ist entsprechend dem Gewicht gegenüber dem PKW um ein Vielfaches höher. Laut bereits 70 Jahre alter Studien erhöht sich der Faktor mit der 4. Potenz. Hier ein kleines Rechenbeispiel: PKW mit 1,5to und 2 Achsen im Vergleich zu einem LKW mit 40to und 5 Achsen:
Der PKW bringt ein Achsgewicht 1,5to / 2 Achsen = 0,75 to Achsgewicht auf die Straße. Der LKW bringt 40to / 5 Achsen ist gleich 8 to Achsgewicht auch die Straße. Die Differenz ist also 8 - 0,75 = 7,25to. Und das jetzt zur 4.Potenz: 7,25 x 7,25 x 7,25 x 7,25 = 2.762 als Mehrbelastungsfaktor je Achse. Der Faktor / 2 PKW-Achsen x 5 LKW-Achsen ergibt den Mehrbelastungsfaktor von PKW zu LKW = 6.907.
Ganz so schlimm ist es dann wieder nicht, wenn das mittlere LKW-Zug Gewicht aufgrund der Leerfahrten mit 30 to pro LKW ansetzt.
Was allerdings unter dem Strich übrig bleibt, ist, dass letztendlich der PKW mit seinen Steuern den LKW finanziert. Dementsprechend bleiben nur wenige Lösungen übrig:
- der LKW zahlt entsprechend seinem Faktor
- der LKW fährt auf der Schiene (oder zumindest die Güter, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr)
- der LKW Verkehr wird durch Überlegungen in Richtung Reduktion der Globalisierung zugunsten regionales und reduziertes Wirtschaftswachstum unserer Überflussgesellschaft grundlegend reduziert
- es wird nur mehr die 1. Spur jeder Autobahn für LKW ausgelegt und ein generelles Überholverbot für LKW eingeführt

ErichGolger
0
3
Lesenswert?

Zuwenig Personal?

Man muss sich einmal vor Augen führen, was in der Transportwirtschaft und seiner übermäßigen Lobby in den letzten Jahrzehnten vor sich gegangen ist:
Nachdem die Steuerlast für die Frächter in unseren Landen zu groß geworden ist, hat man die LKW-Flotten im Ausland (Zypern, Polen, Litauen und einige andere mehr) steuerschonend angemeldet. Weil das noch zu wenig war, hat man LKW-Fahrer aus Billiglohnländern angeheuert und die angestammten eigenen Fahrer einfach stehen gelassen.
Dass jetzt zu wenig Personal vorhanden ist, hat sich die Transportwirtschaft und ihre Lobby wohl selbst zuzuschreiben. Auch das hat etwas mit der oben beschriebenen Kostenwahrheit, sprich Gerechtigkeit zu tun.

helmutmayr
1
23
Lesenswert?

Wieder

Regionaler produzieren. Joghurt muss nicht aus Norwegen oder Dänemark kommen. Kärnten hatte mal 3 Schuhfabriken. Das ließe sich beliebig weiter aufzählen. Aber Geiz ist ja geil.
Ordentliche Steuern auf Transport zu See und auf der Straße und viel an absurder Transporte wird weg fallen. Dann reichten auch die LKW Fahrer.

Lepus52
2
7
Lesenswert?

100% dacore

Ergänzend: Transporte, die eine größere Distanz (z.B. über 500 km) und Ländertransite dürften nur noch auf der Schiene transportiert werden.

100Hallo
1
1
Lesenswert?

Wahrheit

Wieso wird es dann nicht gemacht? Die Mehrkosten trägt dann doch wieder der Endverbraucher. Und die Lokführer haben wieder einen Grund zum streiken.

Krautwickel
1
4
Lesenswert?

Mehrkosten

Der Frachtverkehr auf der Straße wird viel höher subventioniert als auf der Schiene. Auch wenn es so scheint als sei es günstiger auf der Straße, so verschleiert es nur, daß alle Steuerzahler für die Subventionen aufkommen und daher ist es nicht mehr günstiger auf der Straße.

Amadeus005
0
21
Lesenswert?

LKW-Fahrer Stichworte, die ich im Kopf habe

Einpersonen-Unternehmer, neue Selbständige, Lenkerzeitüberschreitung
Zahlt einmal ordentlich zu fairen Arbeitsbedingungen. Dann wird es wohl besser aussehen.

walterkaernten
25
13
Lesenswert?

JOBS

Wenn bei uns die gehälter und privilegien der STAATSANGESTELLTEN so SUPER sind, dann wird KEIN mensch mehr einen anderen JOB haben wollen.
Es sit einfach jetzt schon so.

Das ist das erste problem

Zweitens:
Das arbeitslosengeld ist schlicht und einfach zu hoch.
Dadurch will keiner und keine einen job suchen.
Sonst gäbe es nicht über 100 000 offene stellen........

Durch die psychologINNEN, EXERTINNEN , BETREUERINNEN etc wird den menschen eingeredet, das sie nur den job annehmen sollen und müssen, der zu ihrer lebensphilosophie passt......

Aus eigener erfahrung im bekanntenkreis:

Schwachsinniger gehts nicht mehr. Aber solang die STEUERZAHLENDE mehrheit schweigt wirds wohl so bleiben . ...

100Hallo
0
1
Lesenswert?

freie Meinung

Ich möchte sehen welche arbeitslose Beamte einen Job als LKW Fahrer annehmen würden?

erstdenkendannsprechen
13
2
Lesenswert?

der vorletzte satz

ihres postings bezieht sich wohl direkt auf dasselbe...

Miraculix11
6
10
Lesenswert?

In England sei der Brexit schuld las man hier vor kurzem

Nachdem es bei uns auch so ist dürfte das nicht gestimmt haben.

Peterkarl Moscher
5
24
Lesenswert?

Wahrheit tut weh !

Alles für die Royals 100-150 Millionen im Jahr, aber keine Kartoffel für die Leute, die
größte Kriegsmarine aber keine Butter, Gottseidank ist dieser Staat freiwillig aus der
EU ausgetreten: PS Bitte liebe Briten nicht vergessen noch die Schulden in der EU
zu bezahlen !!!!