LebensversicherungenGarantiezins wird Mitte 2022 auf Null gesenkt

FMA-Verordnung: Zinssatz, den Versicherungen höchstens garantieren dürfen, sinkt für neu abgeschlossene Verträge von 0,5 auf 0,0 Prozent. Etwaige Gewinnbeteiligungen sind davon grundsätzlich nicht betroffen.

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Das Niedrig-Zinsniveau wirkt sich in der Lebensversicherung aus. Die Versicherer in Österreich dürfen ab Mitte kommenden Jahres bei Vertragsabschluss keinen Garantiezinssatz für die klassische Lebensversicherung und die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge mehr versprechen. Dies geht aus der aktuellen Höchstzinssatzverordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervor. Demnach wird der Zinssatz, den die Unternehmen höchstens garantieren dürfen, von 0,5 auf 0,0 Prozent gesenkt.

Dies tritt mit 1. Juli 2022 in Kraft und ist auf Versicherungsverträge anzuwenden, die nach dem 30. Juni 2022 abgeschlossen werden oder deren Versicherungsbeginn nach dem 30. September 2022 liegt, heißt in der Anfang August veröffentlichten Verordnung. Zuvor hatten "Standard" und "Kurier" darüber berichtet.

Die garantierte Mindestverzinsung bezieht sich nur auf die Sparprämie der Lebensversicherung, also die einbezahlte Prämie abzüglich Steuern, Risiko- und Kostenanteilen. Etwaige Gewinnbeteiligungen sind davon grundsätzlich nicht betroffen. Traditionell setzt sich die Gesamtverzinsung aus dem Garantiezins sowie einer variablen Gewinnbeteiligung aus der Veranlagung zusammen.

Kommentare (4)
Kariernst
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So sind sie

Die Türkisen haben es schon vorher versucht und das Gesetz geändert zu gunsten der Versicherung wurde jedoch vom EUGH größtenteils revidiert nun wieder so ein Geniestreich wann werdet ihr munter diese Regierung arbeitet nicht für die Menschen in Österreich nur für die Konzerne

XStoneX
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Lebensversicherungn werden auch ohn Zinsagantie ihre Berechtigung haben…

… denn Zinsgarantien kosten heute nur unnotwendig viel Geld und knabbert an der Gewinnbeteiligung. Als langfristige Veranlagung machen Lebensversicherungen durchaus Sinn. Vor allem, da man sich nach einigen Jahren oder vielleicht zum Pensionsantritt ein schönes Sümmchen angespart hat und sich dann daran erfreuen kann. Andernfalls hätte man das Geld nämlich für irgendwas ausgegeben und sich keinen finanziellen Polster geschaffen. Ich habe mich schon über größere Lebensversicherungsauszahlungen gefreut und war heilfroh, vorgesorgt zu haben. Die Verzinsung dafür war und ist immer deutlich über dem gewesen, was ein Sparbuch hergegeben hat.

Weltreisender
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Warum...

dann so hohe Provisionen, warum zieht die Versicherung in den ersten Jahren ihre bis zu 20% betragenden Kosten ab und nicht über die Laufzeit. Wesentlich niedrigere Kosten bzw. Provision und Kosten über die Laufzeit abziehen ist wesentlich besser.

Weltreisender
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Ist eh..

nur Beschiss der Versicherung. Der Makler bekommt mind. 1 Jahresprämie als Provision.