Aber 31.000 Arbeitslose weniger Noch immer mehr als eine halbe Million Menschen ohne Arbeit

Ende Februar waren 508.923 Menschen ohne Job, Ende Jänner waren es noch 535.470. Zuletzt waren rund 496.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Kocher: "Die Öffnungsschritte im Handel zeigen hier ihre Wirkung."

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© (c) Markus Traussnig (Markus Traussnig)
 

Der coronabedingte Ausfall der Tourismus-Wintersaison belastet weiter den Arbeitsmarkt. Positiv wirkte sich in den vergangenen Wochen das Lockdown-Ende im Handel und bei körpernahen Dienstleistern aus. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag Ende Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent höher. 508.923 Menschen waren arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulung, das sind um 109.564 mehr als im Februar 2020. Ende Jänner waren 535.470 Personen ohne Job.

Den Höchststand gab es Mitte April 2020 mit 588.000 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote lag Ende Februar in Österreich mit 10,7 Prozent um 2,6 Prozentpunkte höher als im Vorjahr, teilte das Arbeitsministerium in einer Aussendung am Montag mit. Im Februar 2019 hatte die Arbeitslosenquote 8,4 Prozent betragen.

Ende Februar waren rund 496.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Durch die Öffnungsschritte sind laut Arbeitsministerium rund 100.000 Menschen wieder in Vollbeschäftigung. Insgesamt wurden vom Arbeitsmarktservice (AMS) bisher rund 6,4 Mrd. Euro für die Corona-Kurzarbeit ausgezahlt. "Die Februarbilanz zeigt hinsichtlich der Arbeitsmarktentwicklung einen leicht positiven Trend", so Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP). Seit Anfang des Jahres seien rund 100.000 Arbeitssuchende vermittelt werden. "Die Öffnungsschritte im Handel zeigen hier ihre Wirkung", sagte Kocher.

Wieder mehr offene Stellen

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ging im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat laut vorläufiger Prognose um 3,4 Prozent auf 3,65 Millionen zurück. Die Anzahl der sofort verfügbaren Stellen sank gegenüber Februar 2020 um 13,2 Prozent auf rund 65.444. Im Vergleich zu Ende Jänner 2021 gibt es aber einen positiven Trend, damals gab es nur 58.000 offene Stellen.

Der Bundesländervergleich spiegelt die Schließung im Tourismus deutlich wider. Die Bundesländer Tirol (+151,3% im Vorjahresvergleich), Salzburg (+84,5%) und Vorarlberg (+56,1%) sind besonders vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen.

Kurzarbeit im Detail

Ende Februar sind rund 496.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet.

Tatsächlich sind durch die Öffnungsschritte geschätzt rund 100.000 davon bereits wieder in Vollbeschäftigung.

Insgesamt wurden bisher rund 6,4 Milliarden Euro für die Corona-Kurzarbeit ausgezahlt. Für die Ende März auslaufende Phase 3 der Kurzarbeit sind derzeit 4,9 Milliarden Euro bewilligt.

Um Beschäftigten und Betrieben, vor allem in von Schließungen betroffenen Branchen, Planungssicherheit für die nächsten Monate zu geben, wurde die Kurzarbeit in ihrer derzeitigen Form bis Ende Juni verlängert.

In Phase 4 besteht nach wie vor die Möglichkeit der Reduktion der Arbeitszeit auf 0 Prozent für direkt von Schließungen betroffene Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem stehen im Budgetrahmen 2021 7 Milliarden Euro für die Kurzarbeit zur Verfügung.

Kommentare (1)
Bodensee
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Lesenswert?

ich gehe davon aus...........

.........das von den 500.000 in Kurzarbeit die Hälfte ihre Jobs bis Jahresende verlieren wird.