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A1-Telekom-Boss ArnoldnerDigitale Infrastruktur: "Gibt auch Defizite, die man aufzeigen muss"

Die Begutachtungsfrist für das erste neue Telekommunikationsgesetz seit 2003 endet. Thomas Arnoldner, Vorstandschef der A 1 Telekom, warnt vor „bedauerlichen Rückentwicklungen“. Der Standort stehe an einer wichtigen Weggabelung.

Arnoldner: „Wir sehen im Glasfaserausbau für Österreich eine enorme Investitionslücke am Gesamtmarkt von rund fünf Milliarden Euro“
Telekom-Boss Thomas Arnoldner: „Wir sehen im Glasfaserausbau für Österreich eine enorme Investitionslücke am Gesamtmarkt von rund fünf Milliarden Euro“ © KLZ/Jürgen Fuchs
 

Die Lockdowns und damit verbundene Begleiterscheinungen wie Homeoffice, Distance Learning, Streaming, aber auch der E-Commerce-Boom fordern die Mobilfunknetze ganz massiv. Sind Netzbetreiber wie die A 1 Telekom Krisenprofiteure?
THOMAS ARNOLDNER: Die Bedeutung der digitalen Infrastruktur ist noch einmal deutlich gestiegen, der Verkehr in unseren Netzen hat stark zugenommen, wir müssen mehr liefern. Tatsache ist aber auch, dass das für uns aufgrund der in Österreich sehr verbreiteten Pauschaltarife in Summe eher keine zusätzlichen Einnahmequellen bedeutet. Im Gegenteil, aufgrund der massiv eingeschränkten Reisetätigkeit ist das Roaming praktisch zum Erliegen gekommen. Daraus ergibt sich ein Rückgang des Geschäftsvolumens im Vergleich zu einem normalen Jahr.

Kommentare (2)
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robert123456789
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Heuchelei!

Seit Jahren setzt die Telekom auf falsche Technologien. Während weltweit in Fiber to the home, also Glasfaser bis ins Haus, verbaut wird, dümpeln wir mit Kupferleitungen auf dem letzten Kilometer durchs Web. 95% haben 40Mbit? Dass ich nicht lache. Mobile Bandbreite hier dazuzurechnen ist einfach nur Betrug. Mobilfunk ist immer geteilte Bandbreite. Und 40Mbit sind bei zwei Kindern und zwei Erwachsenen im Homeoffice schnell verpufft.

hermyne
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Bravo

Genauso ist es!!!! Die beste Glasfaserleitung bringt nicht viel, wenn man sie nicht bis ins Haus bringt. Österreich bildet im innereuropäischen Vergleich das Schlusslicht wenn es um die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen geht. In keinem anderen europäischen Land ist gibt es verhältnismäßig so wenige Glasfaseranschlüsse bis zu Gebäuden (FTTB) und bis zu einzelnen Haushalten (FTTH) wie hierzulande. Aber darüber sprechen die Verantwortlichen nicht gerne, denn es macht halt keine gute Optik.