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Tiefer WirtschaftseinbruchViel mehr Arbeitslose: Ökonomen zeichnen zum Teil Horrorszenarien

Agenda Austria: Wirtschaftseinbruch steigt bei neuem Lockdown 2020 auf bis zu 9 Prozent. Momentum Institut: Bis zu 500.000 Jobs gefährdet, wenn Kurzarbeit diesmal viel weniger genutzt wird.

© APA/Herbert Neubauer
 

Das sozialliberale Momentum Institut sieht aufgrund des bevorstehenden neuerlichen Lockdowns rund 130.000 Arbeitsplätze unmittelbar als stark gefährdet an. Für weitere gut 380.000 gelte das teilweise. Franz Schellhorn von der Agenda Austria wiederum sieht "die Prognose von 7 Prozent schrumpfender Wirtschaft heuer nicht halten", gibt es einen neuen Stillstand. Es werde in Richtung eines Minus von 8, 9 Prozent und einer hohen Arbeitslosigkeit gehen, sagte er im ORF-Radio Ö1.

Entscheidend werde, wie streng und wie lange der Lockdown sein wird, so der Vertreter des wirtschaftsliberalen Thinktanks am Samstag weiters. Für KMU, die vom Staat geschlossen werden, sollte es wie in Deutschland 75 Prozent des Vorjahresumsatzes ersetzt geben, für Große 70 Prozent, das wäre ein Ansatz. "Zurückzahlen werden wir das alle müssen in den nächsten Jahrzehnten." So lange es keine Medikamente gebe werde es immer wieder Rückschläge - also Wellentäler - geben. 2021 werde wirtschaftlich nicht so erfreulich werden wie bisher erwartet bzw. erhofft, so Schellhorn.

"Zweiter Lockdown wird den Arbeitsmarkt hart treffen"

"Ein zweiter Lockdown wird den Arbeitsmarkt hart treffen", so Ökonom Oliver Picek vom sozialliberalen Momentum Institut am Samstag in einer Aussendung. Auf die rund 130.000 akut gefährdeten Jobs kommt er auf Basis der Heranziehung des ersten Lockowns und der nun geplanten Schließung. In erster Linie sind freilich Jobs in den Branchen betroffen, die geschossen werden sollen - Gastronomie & Hotellerie, Kunst & Unterhaltung, und sonstige Dienstleistungen wie etwa Kosmetik und Massage. "Andere wichtige Branchen sind indirekt betroffen - beispielsweise durch die Zurückhaltung der KonsumentInnen oder einen Rückgang von Aufträgen. Das gefährdet rund 383.000 Arbeitsplätze indirekt, vor allem im Handel, Industrie sowie Verkehr." So könne der neuerliche Stillstand "um die 500.000 Jobs kosten, falls die Unternehmen das Instrument der Kurzarbeit diesmal viel weniger nutzen", so ein Horroszenario von Picek.

Kommentare (3)
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dieRealität2020
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So lange es keine Medikamente gebe werde es immer wieder Rückschläge - also Wellentäler - geben. 2021 werde wirtschaftlich nicht so erfreulich werden wie bisher erwartet bzw. erhofft, so Schellhorn

har er dazu eine Studie benötigt oder Fach- Spezialexperten gehört aus deren Meinungen er seine persönliche Meinung zieht? und wieder die täglich immer wiederkehrenden Neunmalkluge Besserwisserei wertlosen und bedeutungslosen Kommentare sich in Szene zu setzen.
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Dem Großteil der Bürger in diesen Land ist mittlerweilen schon lange bewußt, dass 2020 und 2021 für nahezu alle wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bereiche eine nahezu desaströse Entwicklung stattfindet. Nur eine verantwortungsvolle Lebensweise und eine mit der Vorschau auf 2021 hoffentlich tragbare Impfung gegen des Coronavirus wird den Strom zur Umkehr bringen. Das wird aber mindestens bis zum Jahr 2022-2025 dauern bis isch Ergebnisse abzeichnen werden.
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Die Details werden wir ausleben müssen, da es wie wir weltweit sehen können keine tatsächlichen Alternativen vorhanden sind.

berndhoedl
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ja - tw. richtig - Realität

aber was wäre eine „verantwortungsvolle“ Lebensweise?

logischerweise geht man sich in der kalten Jahreszeit ohnehin aus dem Weg - gut, wäre verantwortungsvoll,
Masken im Geschäft - wenns denn so sein soll - ok
aber ein beträchtlicher Teil unserer Wirtschaftsleistung ist der Freude und dem Freizeitvergnügen geschuldet.
Vom Restaurantbesuch über Thermen - Skifahren - oder anderen Aktivitäten - Kino/Theater - ja und Urlaub.
Diese Zweige sind nicht alleine betroffen - da gibts Zulieferindustrie etc...
Verantwortungsvoll - ja OK, aber wenn das jetzt verantwortungsvoll ist, diese Geschäftsbereiche zu sperren bis eine hohe Durchimpfungsrate erreicht ist - was ohnehin nicht so einfach ist, weil ich kenne echt keinen der sich impfen lassen würde - werden wir wirtschaftl. zurückkatapultiert und das hat einen Dominoeffekt zu Folge - und da wären „nur“ 500.000 Arbeitslose sogar noch zu hoffen, weil da bewegen wir uns zu 700.000 - 800.000 Arbeitslose - vorsichtig geschätzt.

dieRealität2020
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nicht falsch diese Schlußfolgerungen

aber nach meiner Ansicht und Lebenserfahrung, kann man auch in einer schweren Krise auch wenn die Zahlen niederschmetternd sind, verantwortungsvoll gegenüber Menschen in der eigenen Familie und in unserer Gesellschaft damit leben.
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Natürlich jeder nach seinen Möglichkeiten keine Frage. Das haben schon die letzten Genrationen gezeigt. Das Problem dabei? sichtbar nahezu tagtäglöich weltweit die Menschen der letzten Jahrzehnte, werden genrell ausgesprochen immer rücksichtsloser. Ein Paradoxon, trotz u.a. bequemeren sozialeren und finanziell bessergestellten Leben.