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Laut MedienberichtenEx-Wirecard-Manager in Manila gestorben

Die Aufarbeitung des Wirecard-Skandals wird von einem Todesfall überschattet. Medienberichten zufolge ist der frühere Asienchef des Unternehmens im Alter von 44 Jahren in Manila gestorben.

© APA/dpa/Peter Kneffel
 

Im Krimi um Wirecard gibt es einen Todesfall. Christopher B., ehemaliger Asienvorstand des in einen riesigen Bilanzfälschungsskandal verstrickten deutschen Zahlungsdienstleisters, ist nach Medieninformationen in Manila gestorben. Die Todesursache des 44-jährigen Managers ist nicht bekannt.

Wirecard-Insider wissen zu berichten, B. sei wichtiger Kontaktmann des aus Österreich stammenden flüchtigen Ex-Vorstands Jan Marsaleks gewesen. In Gerüchten ist der Zeitung zufolge von Hunderten Kilo Bargeld die Rede, die Marsalek auf die Philippinen geschafft haben soll.

"Eine natürliche Sache"

B.s Vater  sagte dem „Handelsblatt“, sein Sohn sei nicht krank gewesen. Er sei aber wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus gekommen:  „Wir haben auch nicht viele Informationen.“ Die Familie sei schockiert und störe sich an den Gerüchten um die angeblichen Verbrechen und mögliche Gründe für den frühen Tod seines Sohnes. „Ich glaube, es war eine natürliche Sache.“

B. war schon seit einigen Jahren nicht mehr innerhalb des Wirecard-Konzerns aktiv. Er galt aber als wichtiger Geschäftspartner. Er und seine Frau führten zwei philippinische Zahlungsabwickler, über die Wirecard einen Großteil seiner angeblichen Asienumsatze erwirtschaftete.

Ermittlungen wegen Geldwäsche

Das Asiengeschäft soll, so hieß es zunächst, für einen erheblichen Teil der vermeintlichen Umsätze und Gewinne von Wirecard gestanden sein. Dann stellte sich heraus, dass es sie gar nicht gab. Auf den Philippinen ermittelten sowohl die Bundespolizei als auch eine Anti-Geldwäsche-Einheit gegen B.

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