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"Wie vor Coronakrise"Deutschlands Tourismusbeauftragter will in Österreich urlauben

Bareiß zuversichtlich vor Grenzöffnung. "Ischgl nicht stigmatisieren."

Grenzsperre - Bayern Salzburg
© Copyright Karl Schöndorfer TOPP
 

Der Tourismusbeauftragte der deutschen Regierung, Thomas Bareiß (CDU), geht in Hinblick auf die bevorstehende Grenzöffnung zwischen Deutschland und Österreich davon aus, dass, "wenn alles weiter gut läuft, wird es am 15. Juni an den Grenzen so sein wie vor der Coronakrise".

"Bei der Reisewarnung wird man nach dem 14. Juni, nach allem, was ich höre, auf eine differenzierte Betrachtung umsatteln, also Regionen definieren, die gefährlich und ungefährlich sind, und dann ist das Reisen nach Österreich wieder möglich", meinte Bareiß im Interview mit der "Presse".

Über seine Reisepläne sagte der Staatssekretär im deutschen Wirtschaftsministerium: "Wenn sich meine Frau durchsetzt, fahren wir an die Nordseeküste und wenn ich mich durchsetze, gehen wir in den Bergen in Vorarlberg wandern. Vorarlberg ist so etwas wie unsere zweite Heimat." Er wisse aber, dass der Urlaub heuer anders sein werde. Man werde zum Beispiel Abstand halten müssen.

"Wollen einen europäischen Rahmen"

Zur Kritik aus Italien, dessen Grenzen zu Österreich vorerst nicht geöffnet werden, meinte Bareiß: "Wir wollen ja auch einen europäischen Rahmen. Aber Italien hat bei den Infektionen nicht die Werte wie Österreich und Deutschland. Deshalb kann ich gut nachvollziehen, dass (Bundeskanzler) Sebastian Kurz gesagt hat, dass die Grenze zu Italien noch nicht geöffnet werden kann."

"Nicht hoffnungslos sein"

Er habe aber auch den Südtiroler Freunden ganz klar gesagt, dass man in zwei Wochen die Lage neu bewerten müsse, deshalb sollte man auch in Italien nicht hoffnungslos sein, fügte Bareiß hinzu.

"Ischgl nicht stigmatisieren"

Zur Frage, ob die Ischgl-Affäree Österreich geschadet habe, sagte Bareiß: "Es ist wichtig, dass man Ischgl nicht stigmatisiert. Viele haben die Krise anfangs unterschätzt. Wir haben den Karneval im Rheinland unterschätzt. Und in Österreichs Skigebieten hat man die Gefahr in den Discos und Apres-Bars einfach nicht so ernst genommen, wie es nötig gewesen wäre."

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