Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

WirtschaftskriseTeilverstaatlichung der AUA nicht ausgeschlossen; Japan plant Direktzahlungen

ÖBB hofft auf weitere Staatshilfen+++AUA verlängert Kurzarbeit+++Deutsche Handelskammer will schrittweise Öffnung der Grenzen+++Japan überweiset jedem Bewohner rund 854 Euro+++

CORONAVIRUS: AUA - FLUGZEUGE
Die Grenzen zwischen Österreich und Deutschland werden streng überwacht © APA/HANS PUNZ
 

>> Donnerstag, 16. April, zum Nachlesen

Freitag, 17. April

21:30 Uhr: Die Weltbank fürchtet, dass die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie alle Fortschritte der ärmeren Länder zunichte machen. Es müsse schnell gehandelt werden, sagte Weltbank-Chef David Malpass am Freitag. Die Weltbank will in den kommenden 15 Monaten armen Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika 160 Milliarden Dollar (147 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen, um die Folgen der Pandemie abzufedern.

19:25 Uhr: Der Staatssekretär im Infrastrukturministerium und AUA-Verhandler Magnus Brunner (ÖVP) schließt eine staatliche Beteiligung an der Airline aufgrund der Coronakrise nicht aus: "Wir diskutieren alle Möglichkeiten", sagte er dem "Standard". Ab Montag sollen die Verhandlungen für das AUA-Rettungspaket konkreter werden. Brunner: "Unser Ziel ist, den Standort Österreich attraktiv zu halten, die Drehscheibe für die Luftfahrt gehört dazu. Standortgarantien sind unerlässlich, in welcher Form auch immer", so Brunner.

19:00 Uhr: Die spanische Regierung hat die Tourismusbranche, das Gastgewerbe sowie den Kultur- und den Fernverkehrssektor des Landes vor "enormen Problemen" aufgrund der Corona-Krise gewarnt. In diesen Wirtschaftsbereichen könne erst gegen Jahresende mit einer Reaktivierung gerechnet werden, sagte Arbeitsministerin Yolanda Díaz am Freitag.

18:00 Uhr: ATX schließt deutlich im Plus

Die Wiener Börse hat am Freitag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der heimische Leitindex ATX stieg um 3,16 Prozent auf 2.070,07 Einheiten. Auch das europäische Börsenumfeld tendierte bis zum Handelsschluss klar im Plus.

Dank positiver Signale in der Corona-Pandemie griffen Anleger am heutigen Handelstag bei Aktien kräftig zu. Laut Medienberichten dürfte ein Medikament des US-Pharmakonzerns Gilead Sciences erste Erfolge bei der Bekämpfung von Covid-19 gezeigt haben.

17:15 Uhr: Airbus schickt Mitarbeiter in Frankreich auf Kurzarbeit

Der Flugzeugbauer Airbus schickt rund 3.000 seiner Mitarbeiter in Frankreich mindestens bis Mitte Mai in Kurzarbeit. Die kürzeren Arbeitszeiten, mit denen Airbus den Arbeitsmangel infolge der Coronakrise bewältigen will, gelten zunächst in den Werken in Toulouse, Nantes und Saint-Nazaire vom kommenden Montag an bis zum 17. Mai. Falls nötig, könne die Maßnahme aber noch darüber hinaus verlängert werden.

16:45 Uhr: Lage bei Klopapier hat sich in Deutschland entspannt

Nach Hamsterkäufen in der Coronakrise hat sich die Nachfrage nach Klopapier im deutschen Einzelhandel mittlerweile entspannt. Verbraucher zeigten etwas mehr Gelassenheit bei gefragten Produkten, zu denen neben Hygieneartikeln etwa auch Nudeln und Reis gehörten, sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

16:15 Uhr: EU-Parlament für gemeinsame Aufbau-Anleihen

Das EU-Parlament hat sich am Freitag mit großer Mehrheit für gemeinsame europäische "Aufbau-Anleihen" zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ausgesprochen. Damit sollen künftige Investitionen finanziert, aber nicht die bestehenden Schulden vergemeinschaftet werden. Die Ausgabe von gemeinsamen Schuldtitel ist unter den EU-Ländern höchst umstritten. Die Entschließung des Europaparlaments ist für die EU-Staaten nicht bindend, gilt aber politisch als richtungsweisend.

16:10 Uhr: Mögliches Corona-Medikament beflügelt Gilead-Aktie

Die Aktien des US-Pharmakonzerns Gilead Science sind am Freitag nach einer Meldung über einen Teilerfolg bei der Entwicklung eines Corona-Medikaments mit massiven Gewinnen gestartet. Kurz nach Handelseröffnung stiegen die Gilead-Aktien um 9,36 Prozent auf 83,71 US-Dollar. Ein Medikament des Unternehmens zeigt einem Medienbericht zufolge Erfolge bei der Behandlung von schwer erkrankten Covid-19-Patienten.

15:30 Uhr: Warnung vor Medikamenten-Engpass

Die Apothekerkammer warnt vor einem Medikamenten-Engpass durch die Coronakrise. Schon jetzt würden Apothekerinnen und Apotheker durchschnittlich zwei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit damit verbringen, vor Ort nicht erhältliche Arzneimittel zu beschaffen oder das Problem anderwärtig, etwa durch Ausweichen auf ein wirkstoffähnliches Produkt, zu lösen, so die Interessenvereinigung am Freitag.

15:15 Uhr: Flughafen Wien streicht Dividende

Der Flughafen Wien streicht angesichts der Coronakrise für 2019 die Dividende und legt ein Sparprogramm von "deutlich über 220 Millionen Euro" auf. Der Flughafen verzeichnet aktuell einen Passagierrückgang von 98 Prozent, die Belegschaft befindet sich in Kurzarbeit.

Die geplanten Investitionen für 2020 werden auf unter 100 Millionen Euro reduziert. Das Flughafen-Management will den Office Park 4 und Terminal 2 fertigstellen, die Süderweiterung und die Pier-Ost-Sanierung wird verschoben.

14:30 Uhr: ATX legt kräftig zu

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiterhin mit Gewinnen präsentiert. Der heimische Leitindex ATX stieg gegen 14.15 Uhr um 3,48 Prozent auf 2.076,60 Einheiten. Dank positiver Signale in der Corona-Pandemie griffen Anleger bei Aktien wieder kräftig zu. Laut Medienberichten dürfte ein Medikament des US-Pharmakonzerns Gilead Sciences erste Erfolge bei der Bekämpfung von Covid-19 gezeigt haben

14:15 Uhr: Japan macht Direktzahlungen

In Japan lebende Personen erhalten in der Coronakrise nun alle eine Direktzahlung von der Regierung. Wie Regierungschef Shinzo Abe am Freitag ankündigte, sollen alle Einwohner des Landes - japanische Staatsangehörige ebenso wie Ausländer - eine Zahlung in Höhe von 100.000 Yen (854 Euro) erhalten. Die Hilfen sind Teil eines staatlichen Konjunkturpakets von insgesamt mehr als 900 Milliarden Euro und sollen helfen, die Konjunktur anzukurbeln.

13:40 Uhr: Deutsche Handelskammer will Lockerung im Grenzverkehr zu Österreich

Die Deutsche Handelskammer hat am Freitag an Österreich appelliert, die Covid-19-bedingte Grenzschließung zu lockern. "Der Geschäftsverkehr muss funktionieren", meinte die DHK in Wien. Der Grenzverkehr sei für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Österreich "äußerst wichtig". Die Einschränkungen im Grenzverkehr seien "entsprechend maßvoll zu regeln".

Derzeit gebe es "massive Einschränkungen". Der geschäftliche Verkehr müsse aber über die deutsch-österreichische Grenze hinweg möglich sein - "und zwar ohne stundenlange Wartezeiten und mit der Sicherheit, dass man hin und auch wieder zurückkommt", so die Handelskammer am Freitag in einer Aussendung.

13:20 Uhr: Karas (ÖVP) sieht Mehrheit für Aufbau-Anleihen

Dass EU-Parlament wird sich am heutigen Freitag nach Worten seines Vizepräsidenten Othmar Karas (ÖVP) mit "breiter Mehrheit" für sogenannte "Aufbau-Anleihen" aussprechen. Über ein solches gemeinsames europäisches Schuldeninstrument soll ein 1,5 Billionen Euro schwerer Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Corona-Krise finanziert werden, sagte Karas am Freitag in einer Videokonferenz. Diese gemeinsamen Anleihen seien keine Eurobonds, sondern sollen auf die Zukunft gerichtet, zweckgebunden und zeitlich befristet seien, sagte Karas.

13.00 Uhr: Kurzarbeit bei ÖBB, Hoffen auf Konjunkturprogramm

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) werden in der Coronakrise schwer gebeutelt, das Budget für 2020 liegt im Papierkorb. Der Personenverkehr ist um rund 80 Prozent eingebrochen, der Güterverkehr bis zu 30 Prozent. Mit Kurzarbeit, einem Konjunkturprogramm, Anpassen von Verträgen mit den Bestellern und Förderungen für den Güterverkehr will die Staatsbahn wieder aus der Krise fahren.

Weitere Informationen

12:40 Uhr: Preise für US-Rohöl im Keller

Der Nachfrage-Einbruch durch die Coronavirus-Pandemie setzt dem Ölpreis erneut zu. Die US-Sorte WTI verliert gut neun Prozent und ist mit 18,03 Dollar (16,56 Euro) je Barrel so billig wie zuletzt vor mehr als 18 Jahren. Die US-Lagerbestände füllten sich rasch, da die Raffinerien immer weniger Rohöl nachfragten, sagt Bjornar Tonhaugen, Chef des Ölgeschäfts beim Brokerhaus Rystad.

12:30 Uhr: Benko-Einkaufszentren ziehen vor Gericht

Der deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der zur Signa-Holding des österreichischen Investors Rene Benko gehört, geht gerichtlich gegen die Schließung seiner Kaufhäuser in der Coronakrise vor. Beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster ging ein entsprechendes Eilverfahren gegen die Coronaschutzverordnung ein, teilte das Gericht am Freitag mit. (Az. 13 B 484/20.NE)

12:00 Uhr: EU-Kommission genehmigt Garantiehilfen für KMU

Die EU-Kommission hat heute, Freitag, die von der heimischen Regierung beschlossenen Garantiehilfen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) genehmigt. Von der Coronakrise betroffene Unternehmen können bei ihrer Hausbank Darlehen bis zu 500.000 Euro vollständig vom Staat besichern lassen. Bei Darlehen über einer halben Million und bis zu einer Höhe von 25 Millionen Euro sind zudem Staatsgarantien bis zu 90 Prozent möglich.

11:17 Uhr: Kurzarbeit: Abrechnung ab kommender Woche

Demnächst kommt Schwung in die praktische Umsetzung der Kurzarbeit. "Die notwendigen Unterlagen für die Abrechnung bzw. ein eigens programmiertes Abrechnungstool wird den Unternehmen spätestens Anfang der kommenden Woche zur Verfügung stehen", teilte der Sprecher von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) der APA am Freitag mit. Es soll auch bald Geld fließen. Ziel sei es, dass es "in der Folge zu einer zeitnahen Auszahlung kommen wird". Die Corona-Kurzarbeit sei nicht dafür gedacht, kurz- oder mittelfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Hierfür existierten zahlreiche andere Überbrückungsmöglichkeiten durch Banken oder die verschiedenen Hilfsfonds, betonte der Ministeriumssprecher.

11:10 Uhr: Coronakrise drückt VW-Verkäufe massiv

Die schwindende Autonachfrage und die massiven Produktionsengpässe in der Coronakrise haben das Geschäft des VW-Konzerns im ersten Quartal schwer getroffen. Der größte Hersteller der Welt meldete am Freitag für den Zeitraum einen Rückgang der Auslieferungen im Vorjahresvergleich um 23 Prozent auf gut zwei Millionen Fahrzeuge. Wie Volkswagen in Wolfsburg mitteilte, ging es vor allem im März deutlich abwärts - in dem Monat wurden die Konzernmarken 37,6 Prozent weniger neue Wagen los als im März 2019.

11:02 Uhr: ÖBB rechnen heuer mit Einbruch

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben das Geschäftsjahr 2019 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Der Personenverkehr auf der Schiene legte auf knapp 267 Millionen Fahrgäste zu. Der Güterverkehr musste jedoch einen deutlichen Einbruch hinnehmen und schloss nur mehr knapp positiv ab, wie die Staatsbahn am Freitag mitteilte. Nach dem stabilen Ergebnis des Vorjahres kämpfen die Bundesbahnen heuer mit der Coronakrise, die für die ÖBB eine Ausdünnung des Fahrplans, massiven Passagierrückgang und deutlich weniger Gütertransporte bedeutet. Die meisten Nachtzüge wurden eingestellt, im Konzern wurde eine Kurzarbeitsvereinbarung geschlossen. Das Ergebnis 2020 werde einen "Dämpfer" erleiden, erwartet Konzernchef Andreas Matthä. Der Güterverkehr stehe dabei besonders unter Druck.

10:28 Uhr: Milliarden-Loch in der Bilanz von Uber

Die Coronavirus-Krise sorgt für ein Milliarden-Loch in der Bilanz von Uber. Der Fahrdienst-Vermittler wird auf seine Beteiligungen 1,9 bis 2,2 Mrd. Dollar (bis zu 2 Mrd. Euro) abschreiben müssen, die erst Anfang Februar abgegebene Jahresprognose ist damit hinfällig. Uber steckte ohnehin schon tief in den roten Zahlen, im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Mrd. Dollar verbucht.

10:03 Uhr: ATX am Vormittag klar im Plus

Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Frühhandel mit klaren Gewinnen präsentiert. Der ATX stieg gegen 9.50 Uhr um 3,13 Prozent auf 2.069,62 Einheiten. Rückenwind lieferten Vorgaben aus Übersee. Sowohl die Indizes in Asien als auch US-Futures hatten kräftig angezogen. Bekannt wurde über Nacht, dass der US-Pharmakonzern Gilead Sciences ein potentes Mittel zur Bekämpfung von Covid-19-Symptomen gefunden haben könnte.

09:45 Uhr: AUA verlängert Kurzarbeit vorerst bist 19. Mai

Wie von der um Staatshilfen verhandelnden Airline schon vorhergesagt, verlängert die AUA (Austrian) die Kurzarbeit für 7.000 Mitarbeiter per 20. April nun um einen Monat bis 19. Mai. Begründet wird der Schritt in einer Mitteilung vom Freitag mit den weltweiten Entwicklungen rund um das Coronavirus und die weiterhin aufrechten Reisebeschränkungen. Es gibt schlichtweg keine Nachfrage. Die Lufthansa-Tochter arbeitet derzeit fieberhaft an einem Neustart. Dahingehend haben am gestrigen Donnerstag Verhandlungen um Staatshilfen begonnen. Dem Vernehmen nach geht es alleine fürs heurige Jahr um 800 Mio. Euro. Parallel zu den Verhandlungen mit der Regierung um Staatshilfe spricht die AUA-Führung mit Betriebsrat und Gewerkschaft auch über einen Sparkurs.

09:22 Uhr: Preisrutsch bei Treibstoffen dämpft Inflation

Ein Preisrutsch bei den Treibstoffen hat die Teuerung in Österreich im März auf 1,6 Prozent gedrückt. Im Februar betrug die Inflationsrate noch 2,2 Prozent. Der Rückgang der Energiepreise sorgt gerade im gesamten Euroraum für sinkende Teuerungsraten. Die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus wirkten sich nur sehr begrenzt auf die Berechnung der März-Inflationsrate aus, so die Statistik Austria am Freitag laut einer Aussendung. Die Preiserhebungen für den Verbraucherpreisindex seien hauptsächlich in der ersten Monatshälfte, also vor den Coronavirus-bedingten Geschäftsschließungen, durchgeführt worden.

09:14 Uhr: AMS-Vorstand Johannes Kopf lässt sich krankheitsbedingt vorübergehend von seinem Gremiumskollegen Herbert Buchinger vertreten. "Es ist nichts Böses, weder das Coronavirus noch sonst etwas Schlimmes", sagte eine AMS-Sprecherin Freitagfrüh auf APA-Anfrage nach einer entsprechenden Mitteilung. "Er ist krank und kommt wieder. Man muss sich keine Sorgen machen."

09:02 Uhr: Höchstes Beschäftigungsminus seit 1952/53

Die Corona-Krise hat die Zahl der Beschäftigten in Österreich so stark sinken lassen wie zuletzt im kalten Winter 1952/53. Die Zahl der unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse sank im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 186.974 auf 3,589 Millionen. Das entspricht einem Minus von 5 Prozent, geht aus aktuellen Sozialversicherungsdaten hervor. Dieser Beschäftigungsrückgang sei in absoluten Zahlen als auch relativ zum Vorjahresbestand nicht nur höher als zum Höhepunkt der vergangenen Wirtschafts- und Finanzkrise (April 2009: -2,3 Prozent), sondern auch der höchste Rückgang seit dem Winter 1952/53 Jahre (Dezember 1952: -5,9 Prozent). Der Rückgang der Beschäftigung im März ist überhaupt das erste Minus seit Februar 2010, so die Wifo-Arbeitsmarktökonom Julia Bock-Schappelwein. Sie hat als Ko-Autorin einen aktuellen Wifo-Bericht zur Beschäftigungslage basierend auf Daten des Dachverbands der Sozialversicherungsträger erstellt.

8:40 Uhr: Argentinien sucht Weg aus Schulden

Angesichts der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt die argentinische Regierung ihren privaten Gläubigern einen Schuldenschnitt vor. Die Zinszahlungen sollen um 37,9 Milliarden US-Dollar (34,8 Mrd. Euro) oder 62 Prozent gesenkt werden, wie Wirtschaftsminister Martín Guzman sagte. Die Schuldenlast selbst soll um 3,6 Milliarden Dollar oder 5,4 Prozent gekürzt werden. Insgesamt will Argentinien Kredite in Höhe von 68 Milliarden Dollar restrukturieren und hat den privaten Gläubigern nun ein Angebot für eine Umschuldung unterbreitet. "Es ist klar, dass Argentinien im Moment gar nichts bezahlen kann", sagte Guzman. Sowohl Rück- als auch Zinszahlungen sollen deshalb drei Jahre lang gestundet werden. Ab 2023 will die Regierung dann die Zinszahlungen wieder aufnehmen und Schritt für Schritt erhöhen.

8.12 Uhr: Pkw-Neuzulassungen in EU im März halbiert

Die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union sind im März in der Coronakrise eingebrochen. In den 27 Ländern der EU ohne Großbritannien gingen die Zulassungen zum Vorjahresmonat um 55,1 Prozent auf 567.308 Autos zurück, wie der europäische Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Die allermeisten Autohäuser in Europa seien während der zweiten Märzhälfte wegen behördlicher Anweisungen geschlossen gewesen.

Einen besonders starken Rückgang gab es in Italien, wo die Zulassungen um 85,4 Prozent fielen. Deutschland verzeichnete ein Minus von 37,7 Prozent. In Österreich hatte das Minus 66,7 Prozent auf 10.654 Stück betragen.

7.44 Uhr: Trump will USA in drei Phasen wieder öffnen

US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schließung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus mit Blick auf die Wirtschaft.

Donnerstag, 16. April

22:20 Uhr: Einer jener Erntehelfer, der am Mittwoch als Schlüsselarbeitskraft nach Innsbruck für Tiroler und Kärntner Gemüsebaubetriebe von Rumänien nach Innsbruck eingeflogen wurde, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. 19 weitere Arbeiter, die als enge Kontaktpersonen definiert wurden, befinden sich nun unter Quarantäne, teilte das Land Donnerstagabend mit.

Insgesamt 143 Erntehelfer waren angereist, 141 wurden nun negativ getestet - ein Test müsse wiederholt werden. Im Flugzeug trugen alle einen Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe. Die negativ getesteten Arbeiter dürfen ihre Arbeit in gleichbleibenden Kleingruppen in den jeweiligen Betrieben aufnehmen, sie halten sich aber in "ihrem Mitarbeiter- und Arbeitsumfeld auf".

20:13 Uhr: Die Diskussion um eine dritte Piste für den Flughafen Wien ist neu entbrannt. Klimaaktivisten etwa vom WWF forderten zuletzt das Aus für die dritte Piste. Im "Kurier" (Freitagausgabe) sagt Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) der Flugindustrie eine große Transformation voraus. Auf die Frage, ob Projekte wie die dritte Piste am Flughafen jetzt gestorben seien, meinte Gewessler: "Das muss der Flughafen entscheiden. Ich gehe davon aus, dass dort eine Entscheidung im Lichte der aktuellen Situation getroffen wird", sagte die Ministerin. Flughafen-Vorstand Günther Ofner glaubt nicht, dass die Corona-Krise für die dritte Piste dramatische Auswirkungen haben werde, da man mit dem Projekt nicht vor 2024 beginnen würde.

19:40 Uhr: Der Pkw-Markt in Deutschland dürfte 2020 um etwa 20 Prozent einbrechen. Die Autoindustrie setzt angesichts wegbrechender Pkw-Absätze wegen der Virus-Krise nun auf Unterstützung vom Staat. Autoexperte Stefan Bratzel (Center of Automotive Management) fordert Kaufanreize zur Belebung eingebrochener Nachfrage.

19:10 Uhr: Die EZB-Bankenaufsicht kommt den Geldhäusern im Euroraum wegen der Corona-Krise mit weiteren Erleichterungen entgegen. Die Kapitalanforderungen zur Absicherung gegenüber Marktrisiken würden vorübergehend gesenkt, teilten die Bankenwächter am Donnerstag in Frankfurt mit. Mit dieser Entscheidung werde auf die erheblichen Kursschwankungen an den Börsen seit dem Virus-Ausbruch reagiert. Damit solle unter anderem sichergestellt werden, dass die Institute auch weiterhin für Marktliquidität sorgen und als Markmacher an den Börsen agieren können. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Kontrolle der großen Banken im Währungsraum zuständig. Aktuell überwacht sie 115 Geldhäuser

18:40 Uhr: Am Innsbrucker Flughafen sind insgesamt 142 in Coronazeiten benötigte Erntehelfer aus Rumänien gelandet - 122 davon für den Tiroler Gemüsebau und 20 Fachkräfte für Kärnten. Der Laudamotion-Flug für die Schlüsselarbeitskräfte Mittwochabend wurde von den Tiroler Gemüsebaubetrieben organisiert und bezahlt, teilte das Land mit. An Bord befand sich auch ein in österreichischer Staatsbürger, der in die Heimat zurückkehren konnte. Die Insassen wurden laut dem Land Tirol schon beim Abflug in Rumänien mit Mund-Nasen-Masken und Handschuhen ausgestattet. Die Platzvergabe im Flugzeug erfolgte entsprechend der Betriebszugehörigkeit. Unmittelbar nach der Ankunft in Innsbruck wurden bei jedem Passagier die Temperatur gemessen und ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht. Anschließend wurden die Erntehelfer dann in maximal mit fünf Personen besetzten Kleinbussen bzw. unter Wahrung der Sicherheitsabstände in einem Bus in die Mitarbeiterunterkünfte der 17 Tiroler Gemüsebaubetriebe in den Bezirken Innsbruck-Land, Schwaz, Innsbruck und Landeck sowie nach Kärnten gebracht.

18:17 Uhr: Die Spielemesse Gamescom wird 2020 ausschließlich digital stattfinden. Nach dem deutschlandweiten Verbot für Großveranstaltungen bis Ende August stehe nun fest, dass es in diesem Jahr keine Messe im bisherigen Format in Köln geben könne, teilte die Kölner Messe am Donnerstag mit. Die Gamescom gilt als weltweit größtes Event für Computer- und Videospiele mit Hunderttausenden Besuchern. In diesem Jahr soll sie vom 25. bis 29. August stattfinden.

17:55 Uhr: Die Wiener Börse hat am Donnerstag klar tiefer geschlossen. Der heimische Leitindex ATX gab um 2,02 Prozent oder 41,29 Punkte nach auf 2.006,75 Punkte. Der ATX-Prime fiel um 1,67 Prozent auf 1.035,21 Punkte.

17:53 Uhr: Der europäische Flugzeugbauer Airbus kämpft derzeit mit einer Flut von Kundenwünschen zur Verschiebung von Bestellungen. Airbus-Chef Guillaume Faury sagte am Donnerstag, man spreche darüber mit den Kunden und suche Lösungen für jeden einzelnen Fall und jedes einzelne Flugzeug. Airbus kämpfe "mit der tiefsten Krise in der Geschichte der Flugzeugindustrie". Das sagte der Franzose in einer Videobotschaft an die Aktionäre, die von der Hauptversammlung in einem Amsterdamer Hotel übertragen wurde. Dort waren angesichts der Coronakrise weder Vorstand noch Verwaltungsrat anwesend, die Versammlung wurde von einem Anwalt geleitet. Airbus hatte den Aktionären dringend davon abgeraten, persönlich zu erscheinen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

kairos55
0
2
Lesenswert?

Die AUA ist aufzugeben.

Vor Jahren wurde die AUA vom Staat entlassen und eine "Millionenabfindung" dem neuen Eigentümer Lufthansa nachgeschoben.
Und man war direkt froh, dieses Luftfahrtunternehmen losgeworden zu sein. Man sollte es unbedingt dabei belassen.
Nun, Österreich, wie die AUA können für diese Krise nichts dafür.
Das was die Regierung bisher als Unterstützung anbot, Kurzarbeitsmodell
soll der AUA bezahlt werden.
Die AUA, im Besitz der Lufthansa, kann nie und nimmer ausschließlich von der Republik saniert werden. Man soll sich anschauen, wie die Schweiz mit der Swiss und Lufthansa verfährt.
Eine "Tochter" hat die Lufthansa schon endgültig stillgelegt - Eurowings. Swiss dürfte da die besseren Karten haben.
Der AUA droht mittelfristig das Aus. Je früher Österreichs Granden das akzeptieren, desto besser.

Simunek
0
2
Lesenswert?

Die AUA als teilvertsaatlichtes UNternehmen

Nie und nimmer soll die AUA von der Regierung mit finanzieller Unterstützung ausgestattet werden. Es wird nur das gemacht, was in den COVID-19 Gesetzten vorgesehen ist. Das bedeutet maximal 120 Mio. EURO Kredite (Hilfsfonds). Wie schon oben angeführt hat man seinerzeit durch Finanzminister Molterer der AUA 500 Mio. als Mitgift mitgegeben, als die Lufthansa die AUA übernahm. Nun ist es genug. Das Management der AUA pokert hoch, klar aber ich hoffe die Bundesregierung fällt hier nicht um. Wir haben vordringlich uns um die österreichischen Unternehmen zu kümmern. Die AUA ist ein subsidiary der Lufthansa. Aus Ende

Simunek
0
2
Lesenswert?

Ergänzung

Die AUA soll in Wahrheit als Billigflieger weitergeführt werden. Das ist die Absicht des teuflischen Managements. Aber noch vorher vom Staat kassieren und dann alles abspecken, staatliche Hilfen beanspruchen wie Kurzarbeit. Österreich soll der Dumme sein, NIEMALS NUR ÜBER MEINE LEICHE. Ich hab einen offenen Brief an das Management verfasst. Die sollen sehen, dass es Menschen gibt, die nachdenken und analysieren und diese Manager wieder herabstutzen, sie dort hinführen, wo sie hingehören, nämlich am Boden und nicht in die Luft

Helgut
0
2
Lesenswert?

800.000.000 sind

ca. 114.000 pro Beschäftigten. Was ist das für eine Forderung?

Simunek
0
0
Lesenswert?

800 Mio

Keine schlechte Kennzahl, die Forderung ist ein HOHN

Amadeus005
0
1
Lesenswert?

Das ist zusätzlich zur Kurzarbeit

Da sind halt viele gut bezahlte Posten und hohe Kredit- und Leasingraten dabei. Die wollen den Umsatz ersetzt haben. Vielleicht abzüglich Gewinn.

picciona1
0
2
Lesenswert?

eh, jetzt verstaatlichen und in ein paar jahren wieder privatisieren

inkl. provisionszahlungen zum schnäppchenpreis in die privaten taschen, oder so.
-
japan zahlt jedem bürger 854 euro. das ist recht demokratisch. in österreich bekommen die einen milliarden, vermutl. ohne nachweis. die anderen können schaun wo sie bleiben. (ich z.b)
-
eurofighter und ameisenbär:
der lärmterror durch die eurof. ist ein grund warum ich urlaub in ö. meide. der reinste lärmstress, war froh als der "urlaub" in ö. vorbei war. nie wieder.

jaenner61
0
2
Lesenswert?

wenn ich die ständigen forderungen des AUA betriebsrates höre/lese

verstehe ich den gutem mann beim besten willen nicht ganz. ständig überzogene forderungen, vermutlich so lange, bis die aua den bach runtergeht.
so wie es aussieht, werden die airlines noch lange zeit am boden stehen, und viele werden das ohnehin nicht überleben. da wird er wohl oder übel das eine oder andere sparpaket zum überleben der aua akzeptieren müssen! andererseits kann sich natürlich jede belegschaft einen nur im ansatz so engagierten BR wünschen, unserer legt sich mit der geschäftsführung ins bett und kümmert sich einen dre.. um die belegschaft!

Simunek
0
1
Lesenswert?

Betriebsrat

Der ist gekauft so wie es heute fast überall der Fall ist. Da kann nie die Rede von Interessensvertretung der Belegschaft die Rede sein.

Hausberger
0
2
Lesenswert?

Verstaatlichung als Chance

für alle Politikgünstlinge und Versorungspfosten! Der Staat ist bekanntlich der beste Unternehmer (siehe ÖBB, AUA-alt, Casinos Austria,....) und wird dann die internationale Luftfahrtkonkurrenz mit billigem, inländischem Flugpersonal und billigem, inländischem Flugbenzin und vielleicht sogar mit billigen, heimischen Flugzeugen soooo richtig wettbewerbstechnisch Aufmischen! Glück auf und Freundschaft!

Simunek
0
0
Lesenswert?

Verstaatlichung als Chance

Es kann nicht Sinn und Zweck des Staates sein, die AUA über die ÖBAG zu steuern. Der Staat hat andere Funktionen wahrzunehmen, die vor allem das Gemeinwohl betreffen. Des weiteren haben wir dann wieder das Theater der politischen Postenbesetzungen im AUA Vorstand. Schaue wir uns an, wer in der OeNB sitzt. Ein Skandal lauter politische Postenbesetzungen, Personen ohne Expertise.

georgXV
1
10
Lesenswert?

Finger weg !!!

von unseren Steuergeldern für die Sanierung der AUA.
Die AUA ist mehrheitlich im Besitz der deutschen Lufthansa, also hat in erster Linie sie sich um die Sanierung ihrer Tochtergesellschaften zu kümmern.

Simunek
0
0
Lesenswert?

Finger weg

Super Kommentar, dem ist nichts hinzuzufügen, siehe auch meine Ausführungen weiter oben. Mit wenigen Worten ins Schwarze getroffen.

unterhundert
2
13
Lesenswert?

Warum AUA...

Warum soll Österreich für die AUA 800 Millionen zahlen? Die Aua ist doch eine 100% Schwesterfirma der Deutschen Lufthansa. im übrigen verstehe ich den immensen 'Geldregen' für div. Firmen nicht. Jetzt kassieren, im Herbst, oder auch ein bisschen später, in die Insolvenz, so wir des gemacht.

EhEgal
2
9
Lesenswert?

tja 1000e österr. Kunden

der ehem. Austrian Airlines warten seit Wochen auf ihr Geld und werden von dieser halbdeutschen Airline die den österr. Staat mit einer drohenden Insolvenz erpresst, vertröstet . Die bereits bezahlten Ticketpreise werden mit fadenscheinigen Ausreden zur Deckung der lfd. Kosten ja der Airline zurück behalten. Andere Airlines bezahlen die Tickets binnen 48 Stunden aus . Binnen 7 Tagen müsste die AUA entsprechend der EU-Fluggastrechte die Ticketkosten erstatten. Das geht in Richtung Beeinträchtigung von Gläubigerintessen(ehem. fahrlässige Krida)

hermannsteinacher
1
6
Lesenswert?

Verlängerung von Kurzarbeit

gibt es praktisch frühest ab 1. Juni 2020.