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Medizinsparte50 Millionen Abschreibung: Semperit weiter in roten Zahlen

Der Gummi- und Kautschukkonzern Semperit wird nach einer 50-Millionen-Euro-Abschreibung in der Medizinsparte ein negatives Jahresergebnis schreiben. Offen ist nun, was mit der Sparte passieren soll.

Semperits Medizinsparte Sempermed (Medizin--Handschuhe) schreibt aktuell Verluste © 
 

Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit muss in der Medizinsparte Sempermed knapp 50 Millionen Euro abschreiben. Das Ergebnis nach Steuern werde für die ersten drei Quartale 2019 voraussichtlich rund minus 35 Millionen Euro betragen, auch das Jahresergebnis werde negativ sein, teilte Semperit am Dienstag mit.

Die Semperit-Aktien reagierten vorerst nicht auf den angekündigten Jahresverlust. Um 15.20 Uhr notierten sie an der Wiener Börse mit einem Plus von 1,25 Prozent bei 11,36 Euro.

Zukunft der Sparte offen

Der Gummi- und Kautschukkonzern hatte bereits Mitte November seine Anleger auf eine teure Abschreibung in der Medizinsparte vorbereitet. Der Quartalsbericht - der für 21. November angesagt war - wurde damals verschoben. Der Veröffentlichungstermin wurde nun auf den 19. Dezember 2019 festgelegt. Semperit prüft derzeit, was mit der wieder stark unter Marktdruck geratenen Medizinsparte passieren soll. Unter anderem wird ein Verkauf ausgelotet, oder einen Partner hereinzunehmen. Bleibt alles beim Alten, muss jedenfalls viel neu investiert werden.

Bei Sempermed geht es vor allem um das Geschäft mit Untersuchungshandschuhen (die in Malaysia hergestellt werden) sowie OP-Handschuhen (Produktion in Wimpassing/NÖ). Die Sparte macht etwa ein Drittel des Umsatzes der Semperit AG Holding aus.

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