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Erste-Bank-ChefTreichl will nicht Finanzminister werden

Der mit Jahresende scheidende Erste-Group-Chef Andreas Treichl will nicht Finanzminister einer neuen Regierung werden.

Andreas Treichl
Andreas Treichl © APA/ROBERT JAEGER
 

"Ich habe mich 22 Jahre lang daran gewöhnt, keinen Chef zu haben - abseits meines Aufsichtsrates - da möchte ich mich nicht mehr umstellen", sagt der Erste-Group-Chef Andreas Treichl, der mit Jahreswechsel seine Position aufgibt.

Treichl will nicht Finanzminister einer neuen Regierung werden. ÖVP-Chef Sebastian Kurz werde ihn "mit 100prozentiger Sicherheit nicht fragen", so Treichl am Sonntag in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" des ORF-Radios.

Er wolle auch sein gutes Verhältnis zu Kurz nicht riskieren, weil man sich wahrscheinlich in einer Regierung nicht verstehen würde. Von 1991 bis 1997 war Treichl ÖVP-Finanzreferent.

"Möglichst wenig Unglück"

Zu den Casinos Austria hat Treichl eine klare Position: Der Staat müsse nicht an Glücksspielunternehmen beteiligt sein. "Wenn ich Lotterie oder Glücksspiel regulieren will, dann regulier ich das so, dass möglichst wenig Unglück dadurch entsteht. Dazu muss ich nicht daran beteiligt sein." Und um sicherzustellen, dass ein Glücksspielbetreiber in Österreich ordentlich Steuern zahlen müsse, brauche es auch keine Staatsbeteiligung.

Derzeit hält die Republik Österreich über die Staatsholding ÖBAG einen Minderheitsanteil von 33 Prozent an den Casinos Austria. Im Zuge des geplanten Verkaufs der Novomatic-Anteile (17 Prozent) könnte die Republik ihren Anteil gemäß Vorkaufsrechten aufstocken und damit eine Mehrheit der tschechischen Sazka-Gruppe (derzeit 38 Prozent) verhindern. Eine Aufstockung fordert etwa der Casinos-Betriebsrat und die SPÖ.

Wechsel zum Jahreswechsel

In der börsennotierten Erste Group erfolgt zum Jahreswechsel ein Wechsel: Treichl gibt die Konzernspitze an Bernhard Spalt ab und steht ab 1. Jänner 2020 an der Aufsichtsrats-Spitze der Erste-Stiftung, also der größten Erste-Aktionärin.

Kommentare (7)

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derdrittevonlinks
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"Ich habe mich 22 Jahre lang daran gewöhnt, keinen Chef zu haben -"

Tja, ein Chef wäre auch nicht von Nöten, der Job Finanzminister ist zur Zeit sowieso ein Selbstläufer, quasi die Welt war nie reicher und das Nulldefizit trägt dadurch mehr Schein als Sein.
Und die Schlachtung des Regenwaldes lässt erahnen wo die Reise hingeht, also Trug und Lug für ein Nulldefizit gegenüber Dürre und Elend, ergo auslöser für Klimaereignisse der besonderen Art.
See you!

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UHBP
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Treichl will nicht Finanzminister werden

Wenn er für den gleichen Stundenlohn wie jetzt Finanzminister würde, müsste er wohl Montag um 11 schon aufhören zu arbeiten.

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auer47
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??

Ist Treichl überhaupt gefragt oder in die nähere Auswahl gekommen????

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Hausschuh
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Gemeinsamkeiten

Ich will auch nicht Finanzminister werden und mich wuerde Kurz auch nicht fragen. Das haben Treichl und ich und mehrere Millionen Oesterreicher gemeinsam. Wir sollten das auch alle oeffentlich verkuenden. Damit es auch wirklich alle wissen.

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SteirerInWien
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Dann sind wir schon 3!

Die nicht gefragt werden. ;)

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einmischer
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Hausschuh

Lieber Hausschuh, hat er es verkündet, oder einfach eine, zugegeben dumme Frage, in aller Höflichkeit beantwortet?
Ein paar Treichl´s mehr würden unserem Staat gut zu Gesicht stehen, und den Schaden welcher von den Berufspolitikern angerichtet wird, etwas geringer halten.

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PiJo
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Für die Allgemeinheit

Das Kaffeesudlesen der Medien hat begonnen noch bevor die Regierungsverhandlungen zu Ende sind . da Huber da Maier und Ich wollen auch nicht Finanzminister werden.

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