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Kartell-ErmittlungenEU-Kommissarin ortet "Foul-Spiel" bei BMW, Daimler und VW

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager glaubt, BMW, Daimler und VW illegale Absprachen bei Technologien zur Abgasreinigung nachweisen zu können. Gelingt das, drohen den Autobauern Strafen in Milliardenhöhe.

DENMARK-EU-POLITICS
Margrethe Vestager © APA/AFP/Ritzau Scanpix/PHILIP DA
 

Bei den Kartell-Ermittlungen gegen BMW, Daimler und Volkswagen zeigt sich EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zuversichtlich, den deutschen Autobauern illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung nachweisen zu können. "Wir vermuten ein Foul-Spiel, als es darum ging, die optimale Technologie zur Emissionsreinigung einzusetzen oder nicht", sagte Vestager den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Die EU-Kommission habe "starke Zweifel". Der Fall sei aber noch nicht abgeschlossen.

"... dann wird es ein starker Fall"

Eine zeitliche Prognose wollte die Kommissarin nicht treffen. "Man muss sicher sein, dass es sich um einen juristischen Fall handelt. Und dass die Dinge nicht aus besten Motiven getan wurden", sagte sie. "Wenn wir sicher sind, dass wir einen solchen Fall haben, dann wird es ein starker Fall sein."

Der Vorgang sei interessant, sagte Vestager. Falls die Unternehmen etwa in Sicherheitsfragen zusammengearbeitet hätten, zum Wohle der Verbraucher, hätte die EU-Kommission nicht eingegriffen. "Wir schalten uns ein, wenn wir feststellen, dass die Zusammenarbeit den Verbrauchern keinen Nutzen bringt - wie wir in diesem Fall vermuten", betonte die Kommissarin.

Milliardenstrafe droht

Die EU-Kommission hatte 2018 eine formelle Untersuchung eingeleitet. Im Einzelnen sollen sich nach den Erkenntnissen der EU-Kommission die Autobauer bei der Einführung von SCR-Katalysatoren für Dieselmotoren und von Feinstaub-Partikelfiltern für Benzinmotoren (OPF) unerlaubterweise abgesprochen haben. Diese Absprachen seien bei Treffen der Automobilhersteller getroffen worden. Ihnen drohen Strafen in Milliardenhöhe.

Kommentare (3)
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100Hallo
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freie Meinung

Sie sollte mal in Ihren Verein schauen. zu Beispiel: Lissabon Strategie März 2000. Wurde auch von den Österreichern unterschrieben.
Und was ist genau geschehen? Das Gegenteil. Daher sollte Sie mal die eigenen Ziele umsetzen. Und nicht bei anderen schauen

aToluna
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Brett vorm Kopf

Mit Mercedesfahrern ist es so wie mit den FPÖ-Wählern, die kann man auch hinten und vorne besch... und sie glauben immer noch das bei ihrem Auto hinten Wasser herauskommt, dabei gehören sie zu den größten Drecksschleudern die herumfahren. Unter 10 Grad gibt es dank Thermofenster (Abgasabschaltung) keine Reinigung der Abgase mehr!!!

aToluna
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Soviel zu Mercedes (Daimler)

Laut Spiegel Online musste Daimler bisher schon rund 4,5 Millionen Fahrzeuge (Diesel mit den Schadstoffklassen Euro 5 und 6) wegen Abgasmanipulationen zurückrufen. Für 1,3 Millionen davon gab es eine amtliche Anordnung für den Rückruf. Leider wird nur immer von VW berichtet.