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DiessVW-Chef will in der Türkei kein Werk "neben einem Schlachtfeld"

Die Entscheidung über Fabrik von Volkswagen in der Türkei ist weiter offen.

© AP
 

VW-Chef Herbert Diess hat die Entscheidung verteidigt, die Pläne für ein neues Werk in der Türkei angesichts der Militäroffensive in Nordsyrien vorerst auf Eis zu legen. Solange Menschen getötet würden, werde VW "keinen Grundstein neben ein Schlachtfeld legen", schrieb Diess im Karrierenetzwerk LinkedIn. Dennoch sei das nahe Izmir geplante Werk "im wirtschaftlichen Interesse" des Konzerns.

VW stehe zwischen zwei Forderungen: Eine Entscheidung "allein aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen" zu treffen und einen "moralischen Standpunkt" einzunehmen, erklärte Diess auf LinkedIn.

Diess hatte vergangene Woche bekräftigt, die Entscheidung für das Werk werde bis Ende des Jahres oder spätestens Anfang kommenden Jahres fallen. Einen alternativen Standort prüft Volkswagen demnach nicht. Sollte sich der Konzern gegen den Bau in der Türkei entscheiden, wolle er die Produktion in seinem vorhandenen Netzwerk stemmen.

Der Hintergrund

Die Türkei hatte Anfang Oktober ihre lange angekündigte Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien begonnen. Nach einer Woche stoppte die Türkei den Einsatz, damit die YPG aus dem Grenzstreifen abzieht.

An der Grenze sind die Kurdenmiliz und US-Truppen nun weiter in einigen Gebieten präsent, während andere von türkischen oder russischen und syrischen Soldaten kontrolliert werden.

Für den neuen Osteuropa-Standort sind zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro eingeplant. Das Werk soll etwa 4000 Menschen beschäftigen.

 

Kommentare (1)

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Stefan123
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Warum

wird das Werk nicht in einem EU Land errichtet? Südosteuropa würde DRINGEND Arbeit benötigen. Wäre ein wertvoller Beitrag zur Stabilität in diesen Ländern!

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