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OPEC-PrognoseBis 2040 steigt Verbrauch fossiler Brennstoffe kräftig an

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) dämpft die Erwartungen an an eine schnelle Energiewende. Bis 2040 werden fossile Energieträger eine "überragende Rolle" spielen, heißt es in einem am Dienstag vorgestellten Ausblick.

© APA/AFP/Haidar Mohammed Ali
 

Bis zum Jahr 2040 wird die Weltbevölkerung gegenüber 2018 um fast 1,6 Milliarden auf 9,2 Milliarden Menschen anwachsen und die globale Wirtschaftsleistung wird sich verdoppeln. Der Energieverbrauch wird um ein Viertel höher sein als heute - das geht aus dem aktuellen "World Oil Outlook" (WOO) der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Fossile Brennstoffe werden auch in zwei Jahrzehnten immer noch eine überragende Rolle spielen, sagen die Öl-Förderländer. Im Jahr 2040 wird ihr gemeinsamer Anteil am globalen Energiemix rund 75 Prozent ausmachen - derzeit sind es gut 80 Prozent. Der Anteil des Erdöls wird laut OPEC-Prognose von 31,5 Prozent (2018) auf 28,2 Prozent nur leicht zurückgehen und jener von Kohle von 26,6 auf 21,5 Prozent. Ihren Ausblick für den Ölbedarf im Jahr 2040 hat die OPEC heuer auf 110,6 Millionen Fass pro Tag leicht gesenkt.

Kräftiger Anstieg fossiler Energieträger

Gas dürfte sogar von 22,9 auf 25,2 Prozent zulegen, der Verbrauch wird laut Prognose von 65,5 mboe/d (Millionen Barrel Öl-Äquivalente pro Tag) auf mehr als 90 mboe/d zunehmen. In absoluten Zahlen wird der Verbrauch der fossilen Energieträger also kräftig steigen.

Insgesamt soll der Primärenergiebedarf bis 2040 um 72 Millionen boe/d höher sein als heute, das entspricht einer durchschnittlichen Zunahme des Verbrauchs um ein Prozent pro Jahr.

Erneuerbare Energieträger

Die Erneuerbaren Energieträger werden nach Ansicht der OPEC-Ökonomen zwar relativ noch kräftiger zulegen als die fossilen, aber auch im Jahr 2040 vergleichsweise wenig dazu beitragen, den Energiehunger der Welt zu stillen: Der Anteil der Wasserkraft soll sich demnach in den kommenden zwei Jahrzehnten nur von 2,5 auf 2,9 Prozent erhöhen, Biomasse soll anteilsmäßig bei 9,6 Prozent stagnieren und die anderen Erneuerbaren (vor allem Wind, Solar und Geothermie) von derzeit 1,9 Prozent auf 6,5 Prozent im Jahr 2040 steigen. Die Erzeugung von Atomstrom soll jährlich um 1,9 Prozent zunehmen und ihr Anteil von 5,0 auf 6,1 Prozent zunehmen.

3,3 Prozent jährliches Wachstum

Die OPEC geht davon aus, dass die Weltwirtschaft bis 2040 um durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr wachsen wird. Den größten Anteil daran werden die Entwicklungs- und Schwellenländer haben. Laut Prognose werden China und Indien in 20 Jahren gemeinsam 40 Prozent der Weltwirtschaft ausmachen, während die OECD-Länder auf nur 32 Prozent kommen werden.

Das Opec-Gebäude in Wien
Das Opec-Gebäude in Wien Foto © APA/Herbert Pfarrhofer

Ein guter Teil des höheren Energiebedarfs wird auf die weiter wachsende Fahrzeugflotte zurückzuführen sein, die bis 2040 um mehr als eine Milliarde auf 2,4 Milliarden Fahrzeuge anwachsen dürfte - die Zunahme wird fast zur Gänze in den Nicht-OECD-Ländern erfolgen. Elektrofahrzeuge sollen dann mit rund 320 Millionen Stück einen Anteil von 13 Prozent haben.

Investitionsbedarf

Die erwartete Verbrauchszunahme werde gewaltige Investitionen in die Förderung, den Transport und die Verarbeitung von Öl und Gas erfordern, schreiben die OPEC-Experten. Insgesamt wird der weltweite Investitionsbedarf in den kommenden zwei Jahrzehnten mit 10,6 Billionen Dollar (9,5 Billionen Euro) beziffert, wovon fast vier Fünftel auf den Upstream-Bereich (Suche und Förderung) entfallen sollen.

Die weltweite Raffineriekapazität soll bis 2024 um rund 8 mb/d zunehmen, wobei mehr als 70 Prozent der zusätzlichen Kapazitäten im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen Osten entstehen werden.

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semperubique
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meine unqualifizierte meinung dazu...

nix wird sich ändern.
die erdölexportierenden staaten sind vom ölexport weitaus stärker abhängig als die importierenden staaten.
so lange diese staaten - mit einigen ausnahmen - es nicht schaffen, ein nachhaltiges, friedvolles staatsgefüge zusammen zu bringen wird sich daran nicht viel ändern.

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