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Wegen US-Banns Huawei kündigt Großteil der Mitarbeiter in den USA

Mehr als 600 der 850 Jobs baut Huawei in den USA ab. Der Stellenabbau erfolgt aufgrund der "Einschränkung des Geschäftsbetriebes" durch die Maßnahmen der US-Regierung.

Huawei kündigt Großteil der Mitarbeiter in den USA © APA/AFP/WANG ZHAO
 

Huawei kündigt bei seiner Forschungstochter in den USA mehr als zwei Drittel seiner Mitarbeiter. Wegen des Banns der US-Regierung würden mehr als 600 der insgesamt 850 Arbeitsplätze bei Futurewei Technologies gestrichen, teilte der chinesische Technologiekonzern am Dienstag mit. Der Stellenabbau sei "aufgrund der Einschränkung des Geschäftsbetriebs" durch die Maßnahmen der US-Regierung notwendig.

Insgesamt beschäftigte Huawei in den USA vor der Kündigungswelle 1500 Mitarbeiter. Seit die USA Huawei vor etwa zwei Monaten auf eine schwarze Liste setzte, ist die Arbeit bei der US-Forschungstochter einem Mitarbeiter zufolge zum Stillstand gekommen.

Unterdessen kündigte US-Präsident Donald Trump an, rasch eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Geschäfte heimischer Unternehmen mit Huawei treffen zu wollen. Er werde darüber "rechtzeitig" befinden, sagte Trump am Montag (Ortszeit) bei einem Treffen mit Chefs großer US-Technologiekonzerne wie Cisco, Intel und Alphabet in Washington. Mit dem US-Bann war es Futurewei verboten, sensible Technologien an Huawei zu übertragen. Zugleich durfte Huawei, der weltweit größter Hersteller von Telekommunikationsgeräten, keine Komponenten mehr von US-Firmen ohne spezielle Genehmigung beziehen. Futurewei hat dem US-Patentamt zufolge mehr als 2100 Patente für Telekommunikation wie etwa Technologien für 5G-Netzwerke angemeldet.

Huawei-Gründer Ren Zhengfei versucht unterdessen Bedenken westlicher Staaten weiter zu zerstreuen. Im Interview mit der italienischen Zeitung "Il Sole 24 Ore" betonte er, der Konzern könne mit jedem Land Verträge "ohne Hintertür" für einen Zugriff auf Kundendaten schließen. Die USA und weitere Länder befürchten, dass der Einsatz von Huawei-Technologie China Spionagemöglichkeiten einräumt. Versteckte Hintertüren im Telekommunikationsnetz ermöglichen ihrer Ansicht nach den Zugriff auf Kundendaten. Huawei weist die Spionage-Vorwürfe zurück.

Großbritannien hat Entscheidung verschoben

Großbritannien hatte am Montag eine Entscheidung darüber, ob Huawei beim Aufbau des neuen 5G-Netzwerks beteiligt werde, verschoben. Zunächst müsse die Position der USA klarer werden, sagte Digital-Minister Jeremy Wright im Parlament. Auch in mehreren anderen westlichen Staaten steht eine Entscheidung zur Rolle von Huawei beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes noch aus.

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