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Rituelle SchlachtungEuGH: Kein EU-Bio-Logo für Halal-Fleisch

Urteil in französischem Rechtsstreit um Halal-Hacksteaks.

© Reno Martin - Fotolia
 

Fleisch von Tieren, die ohne vorherige Betäubung rituell geschlachtet wurden, darf nach einem Urteil des obersten EU-Gerichts nicht mit dem EU-Bio-Gütesiegel gekennzeichnet werden. Eine solche Schlachtmethode erfülle nicht die höchsten Tierschutzstandards, erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg.

Hintergrund war ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort wollte eine Tierschutzorganisation erreichen, dass als halal gekennzeichnete Hacksteaks nicht mehr damit beworben werden dürfen, dass sie aus "ökologischem/biologischem Landbau" stammen. Das zuständige Verwaltungsgericht bat den Europäischen Gerichtshof um Rat bei der Auslegung von europäischem Recht.

Religiöse Riten

Die Luxemburger Richter befanden nun, dass in den betreffenden EU-Verordnungen mehrfach betont werde, dass bei Bio-Fleisch das Tierwohl eine zentrale Rolle spiele. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass die Betäubung die Technik sei, die das Tierwohl zum Zeitpunkt der Schlachtung am wenigsten beeinträchtige. Das Leiden werde erheblich verringert. Die von religiösen Riten vorgeschriebenen Schlachtmethoden ohne Betäubung erfüllten diese Kriterien aber nicht.

Kommentare (2)

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ugglan
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2
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Das

kommt davon wenn man dauernd nur unsinnige und nicht mehr zeitgemäße Chartas und Rechte für alles und jeden - selbst für Schädigendes und Verwerfliches für Mensch und Tier - gelten läßt ohne darüber ernstlich zu diskutieren und gegebenenfalls Maßnahmen dagegen zu ergreifen!

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hbratschi
1
17
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was im namen...

...von religion und tradition alles für ein sche.ss passiert, ist einfach abscheulich. letzlich saß doch in einer talkrunde eine vertreterin des islam, die allen ernstes erzürnt war, als man sich erlaubt hat, die beschneidung von mädchen zu kritisieren...

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