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BausteineDer Spiele-Gigant Lego will noch digitaler werden

Verschwindet angesichts der Digitalisierung das physische Spielen aus den Kinderzimmern? Nein, sagt Lego-Chef Niels Christiansen. Wie der Spielzeughersteller die Digitalisierung für sich nutzen will.

© APA/AFP/Ezequiel Becerra
 

Der dänische Bausteine-Riese Lego will bei seinen Produkten stärker auf Digitalisierung setzen. "Wir wollen so innovativ wie möglich sein", sagte Lego-Chef Niels Christiansen der Deutschen Presse-Agentur.

Im Haus werde etwa mit Anwendungen für Augmented Reality (AR) experimentiert. Bei der sogenannten erweiterten Realität werden erdachte Gegenstände auf dem Bildschirm in die reale Umgebung eingefügt.

Viele Lego-Produkte seien bereits mit technischen Spielereien ausgerüstet, seien etwa fernsteuerbar oder mit Motoren ausgestattet. "Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser für uns nutzen", so Christiansen, der den Konzern seit 2017 leitet. Dies sei auch eine Antwort auf die Veränderungen im Kinderzimmer, die der Wandel mit sich bringe. "Man muss den Wandel als Chance sehen." Physisches Spielen werde nicht verschwinden. "Kinder mögen beides, in ihrer Welt verschmilzt analoges und digitales Spielen."

Bauklötze aus pflanzlichem Polyethylen

Zum Innovationswillen gehöre auch, dass Lego jedes Jahr 60 Prozent seiner Produkte auswechsle. "Das machen nicht viele Unternehmen", sagte Christiansen. Erfolgreich seien vor allem die Produktreihen Technic, Ninjago, Creator und Classic.

Künftig will Lego bei der Herstellung seiner Bauklötzchen auf pflanzliches Polyethylen zurückgreifen, das aus Zuckerrohr gewonnen wird. "Wir sind dabei, unsere Produkte nachhaltig zu machen", sagte Christiansen. Ziel sei, dies bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Auf der Suche nach Alternativen dürfe die Qualität nicht leiden.

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