Zu viele KundenkartenWarum Rewe mit Partnern einen neuen Kundenklub gründet

14 Kundenkarten besitzt jeder Österreicher im Schnitt. Gegen diesen Wildwuchs gründet Rewe mit weiteren großen Partnern einen neuen, großen Kundenklub mit einer gemeinsamen Karte.

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Karten über Karten ... © Tatjana Balzer - Fotolia
 

Das Payback-System von dm, BP, Nordsee und Co bekommt ab Mai Konkurrenz. Rewe (Merkur, Billa, Penny, teilnehmende Adeg-Kaufleute), OMV, BAWAG P.S.K., Libro und Pagro Diskont gründen den "jö Bonus Club". Bestehende Kundenkarten sollen im neuen Klub aufgehen. Punkte können bei jö-Club-Geschäften gesammelt und für Vorteile und Aktionen auch bei allen jö-Club-Geschäften eingelöst werden.

Rewe hat erhoben, dass die Österreicher im Durchschnitt 14 Kundenkarten besitzen. Keine neue herumtragen zu wollen, sei ein triftiger Grund, keinem neuen Kundenklub beizutreten. Da soll die gemeinsame Karte für mehrere Geschäfte Abhilfe schaffen. Der jö-Bonusclub will künftig auch noch mehr Unternehmungen an sich binden. Die Rabattgestaltung liegt bei den jeweiligen Partnern. Zu Details der Vorteile hüllten sich Vertreter der jö-Club-Geschäfte am Freitag vor Journalisten in Wien allerdings noch in Schweigen.

Sensibles Thema Daten

"Verlässlicher Datenschutz ist im neuen Multipartnerprogramm selbstverständlich und ein wesentlicher Bestandteil", versprachen die Geschäftsführer des neu geschaffenen Gemeinschaftsunternehmens Bonusclub GmbH, Ulrike Kittinger und Mario Günther Rauch. "Die Daten werden niemals an Dritte weitergegeben." So würde man nur das eigene Geschäft schädigen, so Kittinger. Alles entspreche der Datenschutzgrundverordnung. Rewe-Kunden mit Rewe-Vorteilskarten müssen dem Übertrag aktiv zustimmen.

Alle beim Pressegespräch anwesenden Manager - Rewe-International-Vorstand Marcel Haraszti, BAWAG-Finanzchef Enver Sirucic, Interio-Eigentümerin Janet Kath, OMV-Tankstellenvorstand Klaus-Jürgen Schneider - zeigten sich "auf neudeutsch gesagt 'comitted', dass die Sache ein riesiger Erfolg wird". "Es wird das größte Multipartnerprogramm in Österreich. Wir wollen damit die Kundenbedürfnisse besser befriedigen", sagte Haraszti.

Kommentare (4)
Hildegard11
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Karten

Wieder ein Grund mehr, diese Mafia zu meiden!!!

Nixalsverdruss
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Wettbewerbsnachteil ohne Karte

Warum muss ich im Geschäft um rd. 20 % mehr zahlen, wenn ich keine Kundenkarte habe.
Ich bin der Meinung, dass eine Feststellungsklage hier sicher eine gute Chance hätte - zumindest würde es einiges im regulierten Markt verändern!

Estarte
3
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DER GLÄSERNE MENSCH

Das Geschäft hat durch die Karte, die Daten der Kunden, und kann diese Daten weiterverkaufen, kann durch Kundenanalyse = Kunden und Kaufverhalten....besser agieren und reagieren, dafür gibt das Geschäft ein paar "lächerliche" Prozente an den Kunden weiter. Der Verkauf der Daten an ein ! Geschäft ist ca 10 Euro wert.
Wie oft und an wen das Geschäft die Daten weiterverkauft, weiß der Kartenbesitzer nicht.
Würden die Daten nicht verwendet werden, bräuchte man auch keine Kundenkarte,-so einfach ist das !
Die Kunden sammeln Punkte und Prozente usw., wie im KINDERGARTEN, und glauben günstiger zu kaufen....oder nehmen letztendlich mehr.... :):):)
Wir kriegen ja alles fast geschenkt......

Reipsi
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Es ist ja frei

ob mann oder frau eine kundenkarte nimmt oder will. Entscheiden tut jeder selber und meine Daten sind sowieso überall bekannt und stört mich nicht.