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Hohe Lagerbestände Rabatte kosten Textilkonzern H&M Gewinn

Der schwedische Textilkonzern Hennes & Maurice verzeichnet im vierten Quartal einen überraschenden Gewinnrückgang. Das operative Ergebnis fiel im Vorjahresvergleich um zehn Prozent.

Kleiner Umsatzrückgang auch bei H&M in Österreich © EPA
 

Der schwedische Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) hat im vierten Quartal einen überraschenden Gewinnrückgang verzeichnet. Das operative Ergebnis fiel im Vorjahresvergleich um rund 10 Prozent auf 4,3 Mrd. schwedische Kronen (414 Millionen Euro), wie der Zara-Konkurrent am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Preisnachlässe auf Lagerware schmälerten den Gewinn - wenn auch weniger stark als zuvor.

In Österreich ging 2018 der Umsatz von H&M in Euro um 1 Prozent zurück. In schwedische Kronen umgerechnet legten die Erlöse hingegen um 5 Prozent auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen (470 Millionen Euro) zu, geht aus der H&M-Ergebnismitteilung hervor. Die Zahl der Geschäfte stieg in Österreich um 2 auf 88 Standorte.

Konzernchef Karl-Johan Persson bezeichnete das vergangene Jahr als herausfordernd. Nach einer schwierigen ersten Hälfte gebe es jedoch Zeichen, dass der Umbau des Unternehmens Wirkung zeige. H&M hatte seine Logistiksysteme umgestellt. "Unvermeidbar führte das zu höheren Kosten, aber es wird zu einer Reihe von Verbesserungen für die Kunden führen", sagte Persson. Demnach habe das Unternehmen seine deutsche Onlineplattform im Jänner ersetzt, womit nun alle Onlinemärkte auf einer neuen Plattform verfügbar seien.

Kampf gegen hohe Lagerbestände

Auch im Kampf gegen hohe Lagerbestände erhofft sich Persson Fortschritte. Mit 56,4 Milliarden Kronen (5,4 Milliarden Euro) lagen die Erlöse im vierten Quartal um rund 12 Prozent über dem Niveau ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr legten sie um fünf Prozent zu.

Unter dem Strich blieben in den Monaten September bis November 3,5 Milliarden Kronen Gewinn übrig, im Gesamtjahr brach der Überschuss um mehr als ein Fünftel auf 12,65 Milliarden Kronen ein. Die Dividende soll dennoch wie geplant bei 9,75 Kronen je Aktie bleiben. Im laufenden Jahr will H&M unter dem Strich 175 neue Läden eröffnen. Der Konzern, der relativ spät auf die Konkurrenz von Onlinehändlern oder billigeren Anbietern wie Primark reagiert hatte, richtet derzeit neu aus.

(Schluss) cri/cs ~

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