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Zoppoth HaustechnikKärntner Unternehmen mit 165 Mitarbeitern insolvent

Das neue Jahr startet mit einer Großinsolvenz: Zoppoth Haustechnik im Gailtal ist pleite. Die Schulden betragen über 10 Millionen Euro. Der Betrieb soll fortgeführt werden.

Baustelle von Zoppoth Haustechnik in Wien
Baustelle von Zoppoth Haustechnik in Wien © KK
 

Bereits vor zwei Wochen kursierten erste Meldungen, jetzt ist es Gewissheit: Zoppoth Haustechnik aus Gundersheim im Gailtal meldete heute, Donnerstag, Insolvenz an.

Damit startet das neue Jahr in Kärnten mit einer Großinsolvenz: Die Verbindlichkeiten betragen 10,03 Millionen Euro, 165 Dienstnehmer und 290 Gläubiger sind vom Konkurs betroffen. Die Aktiva betragen rund 3,8 Millionen Euro, daher liegt die Überschuldung bei 6,2 Millionen Euro.

Die Firma, die sich im Besitz von Erna Gratzer (40 Prozent) und Franz und Benjamin Zoppoth (40 bzw. 20 Prozent) befindet, betreibt Filialen in Villach, Klagenfurt und Wien.

"Gute Auslastung"

Als Gesellschafter und handelsrechtliche Geschäftsführer fungieren Erna Gratzer und Franz Zoppoth. Derzeit erstrecken sich die Geschäftsbereiche der Schuldnerin auf Installationstätigkeiten, aber auch auf Haustechnik, Fassadenbau, Spenglerei sowie Service und Wartung. Es herrscht derzeit laut der Geschäftsleitung eine sehr gute Auslastung.

Kalkulationsfehler

Als Ursachen der Insolvenz gibt die Schuldnerin an, dass sie ab dem Jahr 2013 aufgrund der ungünstigen Auftragslage in Kärnten vermehrt Großaufträge in Wien annehmen musste. Damit waren lange Leistungszeiträume von zwei bis drei Jahren in Kauf zu nehmen sowie ein erhöhter Personalaufwand notwendig, der aufwändige Personalkosten nach sich zog, heißt es laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV). Des Weiteren kam es bei diesen Bauvorhaben im Wiener Raum zu hohen Verlusten aufgrund von Kalkulationsfehlern, nicht verrechenbarer Mehraufwendungen und notwendiger Mängelbehebungen.

Zur Firmengeschichte

Die Firma besteht laut Firmenbuch seit 1985. Im November 1998 verschmolz die Schuldnerin mit der Zoppoth Beteiligungs-Gesellschaft. Die unternehmerische Tätigkeit besteht jedoch bereits 1958, meldet der Alpenländische Kreditorenverband (AKV). Damals wurde der Betrieb als „Ein-Mann-Installationsbetrieb“ vom mittlerweile verstorbenen Alois Zoppoth sen. gegründet.

Forderungsausfälle

Außerdem kam es zu einem wesentlichen Umsatzrückgang aus der Service- und Wartungsabteilung in Kärnten, dies bedingt durch das Ausscheiden des zuständigen Bereichsleiters. Schließlich waren in den letzten Jahren hohe Forderungsausfälle von rund 3,3 Millionen Euro zu verkraften.

Fortführung geplant

Die Schuldnerin plant die Fortführung des Betriebes sowie den Abschluss eines Sanierungsplanes, die Quote soll bei 20 Prozent liegen.

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