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MedienberichteDeutschland: Bis zu 10.000 Euro für alte Diesel

Die deutschen Autobauer haben offenbar eine Lösung für Städte mit hohen Abgaswerten. Laut Bild am Sonntag gibt es bis zu 10.000 Euro für den Umtausch eines alten Diesel.

Wegen drohender Fahrverbote sucht Deutschland eine Lösung für alte Diesel
Wegen drohender Fahrverbote sucht Deutschland eine Lösung für alte Diesel © APA/AFP/DPA/Patrick Pleul
 

Die Autobauer bieten einem Zeitungsbericht zufolge eine Umtauschprämie von bis zu 10.000 Euro für alte Dieselfahrzeuge. Dafür könnten die Kunden ihre Autos mit den Abgasnormen Euro 4 und 5 gegen moderne Diesel oder Benziner eintauschen, berichtete "Bild am Sonntag" vorab ohne Angabe von Quellen.

Volkswagen zahle zwischen 4.000 und 10.000 Euro, abhängig vom Wert des Fahrzeuges, das der Kunde statt des alten Diesel nehme. Daimler wolle zwischen 3.000 und 10.000 Euro zahlen, BMW pauschal 6.000 Euro.

Nur in 14 Städten

Allerdings gelte das Umtauschprogramm voraussichtlich nur für 14 Städte und deren Umland, in denen eine besonders hohe Stickoxidbelastung gemessen worden sei, hieß es in dem Bericht weiter. Dabei handle es sich um München, Stuttgart, Köln, Reutlingen, Düren, Hamburg, Limburg a.d. Lahn, Düsseldorf, Kiel, Heilbronn, Backnang, Darmstadt, Bochum und Ludwigsburg. Dieselfahrer aus Berlin oder Frankfurt am Main hätten dagegen keinen Anspruch auf die Sonderkonditionen.

Am Freitag hatten sich die Autobauer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Spitzengespräch getroffen. Dabei habe es Bewegung gegeben, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold am Samstag im Deutschlandfunk. Für zahlreiche Diesel werde es die Möglichkeit einer technischen Nachrüstung geben. Auch das von Verkehrsminister Andreas Scheuer angestrebte Austauschprogramm für Dieselautos werde Teil des Kompromisses sein. Scheuer steht nun in der Pflicht, den Spitzen der Koalition bis zu ihrem Treffen am Montagabend ein einigungsfähiges Papier vorzulegen. Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und SPD sowie Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wollen dann einen Schlussstrich unter die monatelange Debatte ziehen.

 

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