Die Österreichische Post AG hat einen Antrag für ein eigenes Emoji beim Unicode-Konsortium mit Sitz im US-kalifornischen Mountain View eingebracht. Der Hintergrund: Mit dem eigenen Emoji soll die Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post- und KEP-Branche (Kurier-Express-Paket)ausgedrückt werden. Rund 5,3 Millionen Beschäftigte der Post-Branche und zig Millionen weitere Menschen aus der KEP-Industrie seien derzeit nicht durch ein eigenes Emoji repräsentiert. Die Österreichische Post möchte das anlässlich des Weltposttages am 9. Oktober ändern.

Internationale Unterstützung

Der Antrag erhält internationale Unterstützung. Mitgetragen wird er unter anderem von der International Post Corporation (IPC), einer Interessensvertretung der größten Postgesellschaften Europas, Asiens und Nordamerikas, der Postal Union of the Americas, Spain and Portugal (UPAEP), dem Verband aller nord- und südamerikanischer Postgesellschaften, sowie von der UNI Global Union, einer nationenübergreifenden Vertretung von 20 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter in 150 Ländern. Auch die österreichische Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten unterstützt den Antrag.

Die Grundlage für ein neues Emoji ist ein Antrag beim gemeinnützigen Unicode-Konsortium, das den standardisierten Zeichensatz verwaltet und einzelne Emojis definiert. Bis Ende Juli 2025 hatten Antragsteller*innen die Möglichkeit, ihre Idee für neue Emojis einzureichen – die Österreichische Post hat mit Unterstützung der IPC und der UNI Global Union den*die Postler*in vorgeschlagen. Nun hat das Unicode-Konsortium bis Ende November Zeit, alle eingegangenen Anträge zu überprüfen und über eine Weiterverfolgung zu entscheiden.

Postlerinnen-Emoji ab 2026

Wenn dem Antrag zugestimmt wird, erarbeitet das Unicode-Konsortium einen Design-Vorschlag. Auf dieser Basis entwickeln Softwareunternehmen wie Google, Apple, Microsoft, WhatsApp und Co. ihr eigenes Emoji und fügen es in ihrem Zeichensatz hinzu. Das Postlerinnen-Emoji würde in diesem Fall voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 auf allen Smartphones weltweit verfügbar sein.