Emil Fedorovskyi kam vor gerade einmal zwei Jahren aus der Ukraine nach Österreich – mit Mut, Neugier und großem Lernwillen im Gepäck. Schon bald nach seiner Ankunft stieg Emil in die 7. Klasse des BG/BRG/BORG Köflach ein – ein Schritt, der selbst für Muttersprachler herausfordernd sein kann. Doch Emil ließ sich nicht beirren. Er entschied sich, zusätzlich zu Deutsch auch Italienisch zu lernen. Sein Lehrer Wolf Dietrich Döhrn berichtet stolz von ihm: „Was dieser junge Mann in so kurzer Zeit geleistet hat, ist einfach außergewöhnlich. Seine Begeisterung für Sprachen, sein Fleiß und seine Ernsthaftigkeit sind inspirierend.“

Nach nur eineinhalb Jahren intensiven Spracherwerbs wagte Emil im Februar 2025 eine besondere Herausforderung: den Eurolinguabewerb in Italienisch. In den Disziplinen „Hören“ und „Lesen“ überzeugte er mit beeindruckender Sicherheit und qualifizierte sich damit für den Landesbewerb in Graz – ein Erfolg, der nur den besten Sprachlernenden des Bundeslands vorbehalten ist.

Emil Fedorovskyi und sein Italienischlehrer Wolf Dietrich Döhrn
Emil Fedorovskyi und sein Italienischlehrer Wolf Dietrich Döhrn © BG/BRG/BORG Köflach

In Graz wartete mit der mündlichen Prüfung die nächste Hürde. Zuerst musste Emil in kleinerem Rahmen seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Doch damit nicht genug – durch seine hervorragende Leistung zog er ins Finale ein. Dort stand er auf der Bühne vor großem Publikum und präsentierte sich souverän, eloquent und authentisch. Und dann kam die Krönung: Gold beim Landesbewerb.

Teilnahme am Bundeswettbewerb

Mit dem Landessieg in der Tasche durfte er am Bundesbewerb teilnehmen, der dieses Jahr in Innsbruck ausgetragen wurde. Auch dort beeindruckte Emil die Jury mit seiner sprachlichen Gewandtheit und seiner ruhigen Ausstrahlung. Er erreichte den hervorragenden 4. Platz unter den besten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz Österreichs.

© BG/BRG/BORG Köflach

Die gesamte Schule – Lehrerinnen und Lehrer, Mitschülerinnen und Mitschüler – ist überwältigt von Emil Fedorovskyis Entwicklung. „Er hat gezeigt, dass Talent, gepaart mit Ausdauer und Lernfreude, Grenzen überwinden kann – sprachlich wie menschlich. Seine Geschichte ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein inspirierendes Beispiel dafür, was Bildung, Offenheit und Engagement bewirken können“, so Pädagogin Melanie Wagner-Scherr.