Maria 2.0Ende des Zölibats, Frauen als Priesterinnen: Initiative fordert radikale Änderung der Amtskirche

Wieder einmal fordern Frauen im deutschsprachigen Raum einen Wandel der katholischen Amtskirche. Zu den Forderungen von "Maria 2.0" gehören etwa die Priesterweihe für Frauen und das Ende des Pflichtzölibats.

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Lisbeth Scherr wünscht sich eine Wandlung der Amtskirche © Ulla Patz
 

Priesterweihe für Frauen; Aufhebung des Pflichtzölibats; gleiche Verteilung der Macht auf Männer und Frauen innerhalb der Katholischen Kirche – das sind nur einige der Forderungen, die sich die Initiative "Maria 2.0" auf die Fahnen geschrieben hat. 2019 im deutschen Münster als kleine Bewegung gegründet, ploppen im deutschsprachigen Raum Europas immer mehr Gruppen auf, die sich dieser Bewegung anschließen. Öffentlichkeitswirksam legten deutsche Frauen, die in der Kirche aktiv sind, im Mai 2019 in Deutschland für eine Woche ihre Arbeit nieder und feierten vor den Kirchtüren ihre eigenen Gottesdienste.

Kommentare (10)
jg4186
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gleiche Verteilung der Macht

Dieser Satz macht stutzig und nachdenklich.
Geht's den Frauen nur um die Macht?
Wer hat denn in der Kirche heute wirklich noch "Macht"?
Wenn "Macht" von "machen" kommt, dann geht das lange schon: Frauen (und Männer) können so viel machen in der Kirche, als Christen in der Welt.

TrailandError
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Da machen sie gerade ein billiges

Ablenkungsmanöver. Es geht den Frauen nicht um Macht sondern um Begegnung auf Augenhöhe! Gleiche Rechte, Ämter und Pflichten. That‘s ist!

zweigerl
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Das Heil der Säkularisierung

Ach, was hat man nicht schon alles gehört von den frisch und fröhlich "liebenden" Priestern. Das hatte dann wenigstens noch den Anstrich des "Menschlichen", von dem die Kirche und der Papst so viel hermachen, ohne wirklich etwas für eine humanere Welt zu bewirken. Wenn der Zölibat fällt, hat die Kirche den nächsten Säkularisierungsschub hinter sich und fällt endlich auf die Stufe eines normalen Vereins zurück, dem es obliegt, diese teils prächtigen Monumentalbauten einer verlorengegangenen Spiritualität zu verwalten.

melahide
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Wäre endlich notwendig

Katholische Kirche hat den "Mief" des "Alten". Gehört erneuert und endlich reformiert.

Zwiepack
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Warum geht sie nicht zu den Evangelischen?

Dort sind praktisch alle Forderungen bereits umgesetzt!

TrailandError
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Also sind gegen Gleichberechtigung und

für die Erhöhung des Mannes? Bravo - sie sind so wie die katholische Kirche etwas aus der Zeit gefallen. Übrigens, ich kenne sehr viele die genau wegen dieser Umstände zur evangelischen Kirche gewechselt sind.

Zwiepack
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Da haben Sie mich missverstanden

Natürlich sind ihre Anliegen ok, allerdings ist es eine Illusion zu glauben, wir könnten das in Österreich alleine entscheiden, in der Weltkirche dauert es Generationen was in anderen Kirchen längst umgesetzt wurde.

Lila
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Traum

Leider wird es ein mitteleuropäischer Traum bleiben; die Weltkirche steht ganz woanders...
In Ö hängt sehr viel (alles?) von den Pfarrern vor Ort ab, ob Kirche gelebt wird und Menschen hier einen Anschluss finden oder eben nicht.

lendlb
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Gott sei Dank,

wird das endlich diskutiert. Hoffentlich bewegt es auch einmal etwas. Ich sage meiner Tochter ständig, dass sie die selben Rechte hat wie jeder Bub und alles einmal machen kann. Aber dann hat sie mich gefragt, ob sie Pfarrerin werden kann und ich wusste nicht was ich da sagen sollte.

TrailandError
6
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Gratuliere !

der einzig erfolgversprechende Weg aus der Kirchen-Krise kann ja nur die Gleichberechtigung von Mann und Frau in diesem Bereich sein! Der entscheidende und völlig unterschätze Punkt ist ja der , wie auch im Beitrag angesprochen, das die jungen Frauen entscheiden ob ihre Kinder an der Kirche andocken und aktiv werden. Das hab ich schon vor 25 Jahren gesagt- hatte aber damals von den verantwortlichen Bischöfe niemanden interessiert?!