Die Bezirksstadt Weiz ist seit Jahren ein Ziel von Störchen. Heuer hatte es ein Weißstorch besonders eilig, in sein Sommerquartier zu fliegen. "Ich habe am Donnerstag einen Storch über den Dächern von Weiz gesehen. Er ist ziemlich abgemagert und kämpft ums Überleben, weil er in der Natur kaum etwas zu fressen finden kann", berichtet Franz Schlögl von der Naturwacht Weiz. Er hat daraufhin neben dem Stadthotel zur Goldenen Krone in Weiz, wo am Dach ein Storchennest ist, eine Futterstelle mit lauwarmem Wasser und kleinen Puten-Fleischstücken eingerichtet. Bis jetzt hat er sie aber offenbar noch nicht gefunden", so Schlögl.
Von Storchenvater Helmut Rosenthaler aus Tillmitsch, der dort auch überwinternde Störche betreut, wurden Küken aus Wien als Futter geholt. Schlögl wird diese abholen und im Nest am Südtiroler Platz deponieren.
Was kann die Bevölkerung tun? Schlögl: "Wichtig wären Futterstellen, die möglichst an nicht belebten Orten aufgestellt werden und wenn möglich auch markiert werden sollen - zum Beispiel mit einem roten Eimer oder dergleichen. Auf Rot reagiert der Storch am Besten. Als Futter kämen Putenfleischstücke ohne Knochen oder auch andere kleine Fleischstücke in Frage. Möglicherweise wird der Storch auch bei Futterstellen von Hühnern fressen wolle, das sollte man ihm auch ermöglichen."
Wenn Menschen den Storch beobachten, bittet Schlögl um Information unter Tel. 0664-739 57 280.