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Steirerin des TagesBei ihr darf Kultur auch Spaß machen

Ö1-Kulturredakteurin Claudia Gschweitl, eine Oststeirerin, bekam den Radiopreis für Erwachsenenbildung.

Claudia Gschweitl bekam für eine ihrer Sendungen den Radiopreis der Volkshochschulen © ORF/Ursula Hummel-Berger
 

Im Postelgraben sei sie aufgewachsen, sagt die junge Frau. Ob man das denn kenne?, fragt sie und lacht. Selbstverständlich kennt man den Postelgraben in Albersdorf-Prebuch (zumindest dem Namen nach), ganz nah an Gleisdorf liegt er.

Und dort, im Postelgraben, ist man heute sehr stolz auf die Claudia. Denn die Claudia Gschweitl hat am 23. Jänner den „Radiopreis für Erwachsenenbildung“ für ihre Sendung „Ich bin der, den jeder Politiker kennt. Wie aus dem berühmten syrischen Flüchtling Omar Khir Alanam ein berühmter Steirer wurde“ verliehen bekommen. Vergeben wurde er vom Verband der Österreichischen Volkshochschulen.

Gschweitl, die seit 2008 beim ORF-Radiosender Ö1 arbeitet, liebt ihren Job: „Das ist nicht nur ein Schreibtischberuf, man erlebt auch allerhand“, sagt sie. So hat sie als eine ihrer ersten Reportagen dem Künstler Hermann Nitsch beim Schütten in Mistelbach geholfen. „Ich wollte die Geräusche, wenn geschüttet wird, aufnehmen, also habe ich mich ins Zeug gelegt. Und mir dabei prompt die Hose ruiniert. Neu war sie und ich habe mich recht geärgert“, erzählt Gschweitl lachend.

Zur Person

Claudia Gschweitl, Jahrgang 1984, wuchs in
Albersdorf-Prebuch auf und maturierte am Gleisdorfer Gymnasium.

Studium der Publizistik und Fächerbündel Germanistik, Philosophie und Medienwissenschaften in Wien. Seit 2008 ist sie Mitarbeiterin bei Ö1.

Den Schriftsteller Radek Knapp wiederum hat sie beim Obstverkaufen begleitet. „Zum Ausgleich verkauft er am Wiener Kutschkermarkt, da hat ihm einmal eine Frau etwas abgekauft, die sich zwei Tage vorher bei einer Lesung ein Buch signieren lassen hat. Am Markt hat die Frau ihn nicht wiedererkannt und war auch nicht mehr so freundlich zu ihm, dem Marktverkäufer, wie vorher zum Schriftsteller“, sagt Gschweitl lachend.

Gschweitl liefert Beiträge etwa für die Ö1-Kultursendungen Tonspur, Leporello, Ex libris oder Talentebörse. Und sie hat dabei einen erfrischenden Zugang: „Mir ist der Humor in meinen Sendungen sehr wichtig. Ich möchte informieren und gleichzeitig unterhalten, ein bisschen Spaß hineinbringen. Die Kunst nimmt sich, meiner Meinung nach, ohnehin oft zu ernst.“

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