SommergesprächTagträumer: Die Chartstürmer treten zum ersten Heimspiel an

Die Tagträumer über Inspiration, ihre Pläne für den Sommer, ob sie bald Rapmusik machen und das Bundesheer-Problem.

Schlagzeuger Tobias Fellinger, Kevin Lehr, Thomas Schneider (beide Gesang, Gitarre), Keyboarder Matthias Kalcher und Bassist Alexander Putz © Ben Wolf
 

Ausspannen, Auftritte, Aufnehmen neuer Songs. Was steht im Sommer noch an?

Kevin Lehr: Ein paar Auftritte, ausspannen, dann anfangen, an Songs zu arbeiten, Demos zu produzieren. Locker reinkommen, sich wieder auf die Musik konzentrieren. Viele Diskussionen mit der Plattenfirma führen.

Ihr habt „Tagträumen“ neu aufgenommen: Als Lied für die aktuelle „Glaub an dich“-Kampagne der Sparkasse. Wie kam es dazu?

Thomas Schneider: Der Musikverlag hat mit unserem Manager ein Treffen mit der Werbeagentur einfädelt.

Lehr: Wir haben bei einer Feier der Agentur gespielt. Eine Dame, die dort viel zu sagen hat, hat gemeint, das Lied passt gut zur Sparkassen-Kampagne. Weil „Glaub an dich“ und „Die Menschen dürfen nur nicht aufhören zu träumen“ (Zeile von „Tagträumen“, Anm.) eine ähnliche Message transportieren, passt das natürlich perfekt.

Und auch finanziell hat sich das sicher ausgezahlt. Könnt ihr von eurer Musik schon leben?

Lehr: Ja. Kommt drauf an, wie hoch die Standards sind. Man verdient damit jetzt nicht viel mehr als jemand, der normal arbeiten geht. Aber he, das macht mega Spaß, und wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann, ist das immer ein Traum.

Hartberg ist wohl die geografische Mitte der Band. Dort spielt ihr am Freitag. Ein musikalisches Heimkommen?

Lehr: Ja, aber daheim war die Euphorie nie so groß, wenn wir gespielt haben, als irgendwo anders, wie zum Beispiel in Südtirol oder in Oberösterreich.

Schneider: Ein berühmter Musiker hat mal gesagt: Je weiter du von daheim wegkommst, desto besser sind die Leute drauf.

Lehr: Wir freuen uns trotzdem, wir haben noch nie in Hartberg gespielt. Das ist eh überfällig.

Die Band

2014 wurden Thomas Schneider (Ollersdorf, Bgld.), Kevin Lehr, Alexander Putz (beide Rohrbach/Lafnitz), Matthias Kalcher (Pischelsdorf) und Tobias Fellinger (Hartberg) mit dem Lied „Sinn“ bei der Show „Herz von Österreich“ bekannt.

2015: Debütalbum „Alles ok?“ (Goldstatus), Band des Jahres bei den Austrian Music Awards.

2017 erschien das zweite Album „Unendlich eins“.

Am 10. August spielt die Band beim Hartbergerland Festival (21.45 Uhr, Hartberghalle).

Am Album „Unendlich eins“ habt ihr in Spanien und Kroatien gearbeitet. Schreibt es sich dort leichter als hier in der Region?

Schneider: Daheim bist du es irgendwann leid, bist nicht mehr inspiriert von der Umgebung. Wenn du dich zwei Wochen nach Malaga haust, hast du Ideen, die du daheim nie gehabt hättest. Die meisten Lieder fallen dir ja einfach ein. Du fährst Auto und dir fällt etwas ein. Aber dir würde nie etwas einfallen, das dir am Meer einfällt.

Lehr: Inspiration hat mit Eindrücken zu tun. Man sieht, hört, spürt. Ist es immer das Gleiche, wird nichts anderes rauskommen. Dafür muss man wo anders hin, neue Menschen kennenlernen, neue Geschichten hören.

Wenn wir schon beim Thema Album sind – wird es etwas Neues geben, in naher Zukunft?

Lehr: Cooler wäre etwas Knackigeres, eine EP oder so, mit weniger Songs. Es ist noch nicht spruchreif. Beim Album produzierst du lange an 11, 12, 13 Songs. Da vergeht so viel Zeit, dass man großen Abstand hat und nicht mehr weiß, warum man den Song geschrieben hat.

Aber ihr habt Songs in petto?

Lehr: Es gibt ein paar, es gibt viele Ideen – schauen wir mal.

Wie läuft es eigentlich ab, wenn ihr einen Song schreibt?

Schneider: Du hast eine Idee, oder bist grad inspiriert. Dann legst du das Handy hin und spielst. Am besten so lange, bis du glaubst, dass etwas richtig geil ist. Oder du dich richtig „hineingevibt“ hast. Dann kannst du es vom Handy abspielen und das Beste aufschreiben.

Lehr: Manchmal hat man eine Melodie, einen Textfetzen im Kopf. Den merkt man sich, oder nimmt ihn mit dem Handy auf. Daheim hört man sich an, ob es noch cool ist, versucht, Akkorde dazu zu spielen, oder baut auf einem Beat auf. Die Ursprungsversion von „Sinn“ ist auf einem Online-Beat entstanden.

Schneider: Ich habe mir ein Instrumental gekauft, auf das hab’ ich 2012 „Sinn“ geschrieben. Dann haben wir es ja wieder komplett gelöscht, eine Bandversion daraus gemacht.

Lehr: Das ist eigentlich eher so ein Rapper-Ding, Beats hernehmen und was draufschreiben.

Thomas, du kommst ja vom Rap. Wie wäre es mit einer Tagträumer-Rap-Nummer?

Schneider: Ich bin jeden Tag am Experimentieren. Tagträumer-Rap geht sich aus.

Lehr: Eigentlich schon, arge Beats kann man mit Band auch spielen. Schauen wir, wo es hinführt. Ich glaube, egal, was von Tagträumer kommen wird, es wird ein bisschen anders sein.

Foto © Ben Wolf

Wie schafft man es, dass man sich innerhalb der Band nicht auf die Nerven geht?

Beide: (lachen) Gar nicht!

Lehr: Wenn man sich nicht auf die Nerven geht, dann verbringt man keine Zeit zusammen.

Schneider: Wenn du eine Freundin hast und du hast in vier Jahren nicht ein bisschen gestritten, oder eine Reiberei gehabt, dann ist es nicht echt.

Lehr: Irgendwann toleriert man gewisse Sachen. Wir stehen vor einem Punkt, wo vieles offen ist. Wie geht es mit der Plattenfirma, wie geht es live weiter. Aber die Bundesheer-Geschichte...

Bundesheer-Geschichte?

Schneider: Jetzt bin ich 25 und muss zum Bundesheer. Ich habs geschafft! Zwei Stunden weg von daheim, Musikmachen geht ein halbes Jahr nicht. Aber he, ich wollte schon immer den Lkw-Führerschein machen.

Was tut sich derzeit bei euch privat, abseits der Tagträumer?

Lehr: Ich bin Trainee bei der Antenne. Alex macht Zivildienst in Wien bei der Suchtprävention. Tobi studiert, ein Fernstudium, und der Matthias?

Schneider: Traktor fahren! Und ich, ich genieße den Sommer, mache Musik.

Sommer 2016: Tagträumer-Open-Air auf der Teichalm

Open Air: Wenn auf der Teichalm geträumt wird

LAHÜ-Besitzer Alfred Pierer lockt mit seinen Open Airs die Massen auf die Teichalm.

Jonas Pregartner

Wie im Vorjahr konnte er auch heuer wieder die junge heimische Erfolgsband Tagträumer gewinnen.

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Doch zuvor stimmte die exzentrische Gruppe „Horst“ auf den Auftritt der Chartstürmer ein – und war laut, schrill, ordinär und herrlich unkorrekt.

Jonas Pregartner

Die frechen Vollblut-Entertainer Mario Lang (Gesang)...

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...Lukas Maierhofer (Gitarre)...

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...Philipp Wilfinger (Schlagzeug)...

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...Wolfgang Breidler (Bass)...

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...und Stefan Könighofer (Gitarre) brachten das Publikum gehörig auf Temperatur.

Jonas Pregartner

Eine Premiere gab es aufseiten der Tagträumer.

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Thomas Schneider...

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...Kevin Lehr...

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...Matthias Kalcher...

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...Alexander Putz...

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...und Tobias Fellinger spielten das erste Mal ihr Lied „Straßenlaternen“ live. 

Jonas Pregartner

Mit „Umzugskarton“ und „Aus Gold“ stellten die fünf Jungs zwei weitere potentielle Hits und mögliche Kandidaten für ihr neues Album, das Anfang 2017 erscheinen wird, vor.

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Ansonsten ließen sie altbekanntes hören. Vor allem ihre erfolgreichste Nummer „Sinn“ erfreute sich bei den Fans ungebrochener Beliebtheit.

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Nach dem Konzert gab es Autogramme...

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...und die Gelegenheit, Fotos mit den Musikern zu machen.

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