AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Pfarrerlose Zeit in Weiz

Auch in der evangelischen Kirche herrscht Pfarrermangel: Die Pfarren Weiz und Gleisdorf müssen von außen administriert werden.

© Hoffmann
 

Nicht nur in der katholischen Kirche fehlt derzeit das geistliche Oberhaupt, auch in den evangelischen Pfarren Weiz und Gleisdorf sind derzeit die Stellen der geistlichen Hirten unbesetzt. Beide werden daher von außen administriert: In Gleisdorf hat diese Aufgabe Pfarrer Heinz Liebeg aus Graz übernommen und in Weiz der steirische Superintendent Hermann Miklas.

"Wir sind auf der Suche", sagt Helga Rachl, Pressesprecherin der evangelischen Superintendentur. Doch sei das derzeit gar nicht so einfach. Einerseits fehle es in Österreich an jungen Pfarrern, andererseits kommen auch immer weniger evangelische Pfarrer aus Deutschland. "Es ist scheinbar nicht mehr so attraktiv, nach Österreich zu kommen. Was ja eigentlich gegen den Trend ist", sagt Rachl.

Zum Glück sei die Arbeit von Laien in der evangelischen Kirche sehr stark verankert. "Lektoren, das sind Laien, die eine spezielle Prüfung abgelegt haben, dürfen etwa auch die Predigt halten. Außerdem werden auch die geschäftlichen Angelegenheiten einer Pfarre von Laien erledigt", erzählt Rachl.

Daher gebe es auch Pfarren, die gar nicht so sehr auf eine Nachbesetzung des Pfarrerspostens drängen. "Es stärkt scheinbar das Selbstbewusstsein einer Pfarrgemeinde, wenn man eine gewisse Zeit auch ohne Pfarrer zurechtkommt", so Rachl.

"Wir hoffen aber, dass wir noch heuer einen Pfarrer für den Pfarrverband Weiz und Gleisdorf bekommen", sagt Rachl. Dieser müsse sich aber erstens auf diese Stelle bewerben und zweitens von der Pfarrgemeinde gewählt werden. "Bis dahin ist es sicher eine gute Zwischenlösung, dass Pfarrer Liebig und Superintendent Miklas Gottesdienste halten", so Rachl.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren