Der Bau des Gleisdorfer Rings geht in die finale Phase: Am 9. März starten die Arbeiten am Teilstück vom Florianiplatz entlang der B65 bis zur Einmündung Jahngasse/Weizer Straße. Fertig sein soll die vierte und letzte Ausbauphase bis Dezember.
Auf rund 800 Metern werden Fernwärmeleitungen verlegt, auf etwa 650 Metern Wasserleitungen erneuert und erweitert. Es kommen eine neue Beleuchtung, neue Glasfaserleitungen und Vorbereitungen für E-Mobilität. Außerdem wird der Florianiplatz, direkt vor dem Rathaus, neu gestaltet.
Was bedeutet die Großbaustelle für den Verkehr in der Stadt? Bürgermeister Christoph Stark (ÖVP) betont: „Während der gesamten Bauzeit bleibt eine Fahrspur durchgehend befahrbar und Geschäfte erreichbar. Eine Baustelle bringt Verkehrsbehinderungen mit sich. Das wird sich nicht vermeiden lassen. Es kann also zu Verzögerungen und Staus kommen.“
Um dem im Bereich des Florianiplatzes entgegenzuwirken, werden die Ampeln in der Schillerstraße auf „Gelbblinkbetrieb“ umgestellt. Die Verantwortlichen von Stadt und Land Steiermark betonen aber, dass diese Maßnahme evaluiert wird und bei Bedarf auch aufgehoben werden kann.
Asphaltierungsarbeiten werden, weil da keine Linienbusse fahren, auch in der Nacht erfolgen. Einzelne Parkplätze werden zum Teil rund um den Florianiplatz während der Bauphase nicht verfügbar sein.
Keine einfache Zeit
Wichtig ist ihnen die Kommunikation nach außen an die Bürgerinnen und Bürger: „Der Ring ist das größte infrastruktuelle Projekt in der jüngsten Geschichte der Stadt. Wir haben aus den letzten Bauabschnitten gelernt und wollen die Kommunikation besser machen“, sagt Vizebürgermeisterin Katharina Schellnegger (Grüne).
So werden Plätze und leerstehende Geschäftsflächen entlang der Strecke für Informationsmaßnahmen genutzt. Auch die Schulen und Kindergärten werden mit einbezogen. Über die App „SchoolFox“ werden die Eltern informiert, in den Bildungseinrichtungen soll es Infoveranstaltungen und Baustellenbesichtigungen geben.
Am Laufenden gehalten werden die Gleisdorfer außerdem über einen WhatsApp-Kanal, Social Media und die Website. „Wir wissen, dass diese Zeit nicht einfach wird. Auch nicht für die Betriebe. Wir stehen für Fragen immer bereit“, versichert Schellnegger.
Bau nicht aufschiebbar
Stichwort Betriebe: Mit den Wirtschaftstreibenden gab es vorab Treffen. „An dieser Stelle möchte ich an die Treue der Kunden appellieren. Sie sollen nicht nur wegen einer Baustelle die Geschäfte in der Stadt meiden“, sagt Stadtchef Stark und spricht erneut das Sparpaket an: „Dieser Umbau ist nicht aufschiebbar, weil dahinter infrastruktuelle Überlegungen stehen. Wir haben mit Blick auf die Gesamtentwicklung in Mitteleuropa die richtige Entscheidung getroffen.“
Drei Millionen Euro Investitionsvolumen stecken in dem Ring-Projekt. „Eine Million Euro liegen bei der Gemeinde. Wir haben aber bei zwei großen Förderaufrufen mitgemacht und hoffen, die Kosten dadurch noch reduzieren zu können“, sagt Katharina Schellnegger.