Der Messweingarten ist das Herzstück der Seggauer Rebflächen. Seit vergangenem Jahr reifen dort die geschmackvollen Trauben an, die im Anschluss zu einem einmaligen Messwein weiterverarbeitet werden. In Zusammenarbeit mit der Diözese Graz-Seckau und der Weinbau-Fachschule Silberberg wurden am Freitag erstmals 3000 Flaschen dieser steirischen Cuvée abgefüllt.

Die Besonderheit: „Ein Messwein muss zur Gänze naturbelassen sein, ohne Konservierungsstoffe. Deswegen kann es sein, dass der Wein von Jahr zu Jahr ganz anders schmeckt“, erklärt Direktorin Andrea Kager-Schwar. Was ein Messwein allerdings nicht sein darf, weiß Bischof Wilhelm Krautwaschl: „Es darf kein süßer Samos mit viel Zuckergehalt sein, dann geht der Goldkelch beim Putzen kaputt, und es darf kein Rotwein sein, der macht Flecken“, lacht er.

Bischof Wilhelm Krautwaschl mit der Magnumflasche unserer Herzenswunschauktion
Bischof Wilhelm Krautwaschl mit der Magnumflasche unserer Herzenswunschauktion © SONNTAGSBLATT/Gerd Neuhold

Der heurige Jahrgang ist eine halbtrockene Cuvée mit zartem Schmelz und sanfter Säure, die sich aus 45 Prozent Traminer, 30 Prozent Weißburgunder, 20 Prozent Muskat Ottonell und einem Hauch Riesling zusammensetzt. Bei der Erstabfüllung und der anschließenden Weinverkostung dabei waren auch mehrere Bieter der signierten Magnumflasche der Herzenswunschauktion von „Steirer helfen Steirern“ und Caritas. So auch Catrin und Bernd Pekari: „Wir interessieren uns sehr für Wein und so ein Messwein ist etwas ganz Besonderes, deshalb haben wir mitgemacht.“