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Mehr Schutz für SoldatenErste neue Pandur-Panzer in Straß übergeben

Das Bundesheer schafft um 108 Millionen Euro 34 Pandur-Radpanzer der neuesten Generation an. Am Montag wurden in der Kaserne Straß die ersten fünf Stück feierlich übergeben.

Symbolische Schlüsselübergabe durch Minister Mario Kunasek an Bataillonskommandant Georg Pilz
Symbolische Schlüsselübergabe durch Minister Mario Kunasek an Bataillonskommandant Georg Pilz © (c) ROBERT LENHARD
 

Mit einem militärischen Festakt startete die neue Woche in der Erzherzog-Johann-Kaserne im südsteirischen Straß. Anlass war die Übergabe der ersten fünf von insgesamt 34 neuen Radpanzern Pandur "Evolution" (Evo). Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Version des 1996 beim Bundesheer eingeführten Radpanzers Pandur, der in erster Linie als gehärtetes Mannschaftstransportfahrzeug für die Infanterie eingesetzt wird. Insgesamt 108 Millionen Euro werden vom Bundesheer dafür investiert, alle 34 Stück werden beim Jägerbataillon 17 in Straß stationiert. Die Auslieferung soll bis 2020 abgeschlossen sein.

Offiziell an Bataillonskommandant Georg Pilz übergeben wurde das neue Fahrzeug von Verteidigungsminister Mario Kunasek, der den Pandur "Evolution" als topmodernes Gerät bezeichnete, mit dem das Heer und das Jägerbataillon 17 als Kompetenzzentrum für den Pandur gestärkt werde.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sagte in seiner Ansprache, man müsse gerüstet sein. Man lebe in Frieden, Freiheit und Wohlstand, aber das könne sich jederzeit ändern. Das habe man erst im Herbst 2015 gesehen, als Tausende Menschen im Zuge der Migrationskrise unkontrolliert ins Land gekommen seien. Schützenhöfer dankte Kunasek auch für die Durchsetzung der Nachbeschaffung von Hubschraubern am obersteirischen Standort Aigen, die rund 300 Millionen Euro kosten wird.

Neue Mannschaftstransportpanzer für Bundesheer

Wertschöpfung für heimische Wirtschaft

Laut Martin Reischer, Geschäftsführer des Pandur-Herstellers General Dynamics European Land Systems, genössen Aufträge des Verteidigungsministeriums hohe Wertschätzung: "Der Pandur Evolution ist ein Fahrzeug 'Made in Austria'. Rund 200 Betriebe aus allen österreichischen Bundesländern sind in die Produktion eingebunden, zehn Prozent davon sind steirische." Die Produktion habe am Standort Wien für eine zehnprozentige Personalaufstockung gesorgt.
Für Bataillonskommandant Georg Pilz beginnt mit dem Pandur "Evo" 20 Jahre nach der Einführung des Pandurs eine neue Zeitrechnung. Die Erfahrungen aus den Auslandseinsätzen und des Jägerbataillons 17 mit dem Pandur seien in die Entwicklung eingeflossen.

Festakt: Neue Panzer für das Bundesheer

Robert Lenhard
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Der neue Pandur "Evolution" besitzt im Gegensatz zum alten Modell eine höhere Bodenfreiheit und eine verlängerte Wanne mit größerem Kampfraum. Dadurch können neben Fahrer, Kommandant und Richtschütze eine komplette Jägergruppe von acht Soldaten befördert werden. Der "Evo" hat einen mit 405 PS stärkeren Motor als die alte Version (260 PS) sowie eine nach unten öffnende Heckklappe, die für Soldaten wesentlich besser und sicher zum Absitzen ist. Die Panzerung wurde verbessert, auf die Wanne können zusätzlich von zwei bis drei Soldaten Panzerplatten montiert werden. Fahrer und Kommandant haben eine 360 Grad-Rundumsicht, ohne die Luken öffnen zu müssen.

Besserer Schutz und voll digitalisiert

Verbesserter Minenschutz und Elektronik, Kameras und Wärmebildkameras sowie eine kleine Spy-Cam am Heck zum Prüfen des Raums hinter dem Fahrzeug vor dem Öffnen der Heckklappe vervollständigen die Neuerungen, zu denen auch eine von innen zu bedienende Waffenplattform mit einem 12,7 Millimeter M2 überschweren Maschinengewehr sowie eine Nebelwurfanlage. Der neue Pandur ist luftverladefähig, eine Hercules C-130 des Bundesheeres kann zwei der je rund 13 Tonnen schweren Fahrzeuge aufnehmen. Gesamt wird das Heer ab Sommer 2020 über 110 alte und neue Pandur verfügen.

 

 

Kommentare (2)

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Platon
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1
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Wozu brauchen wir neue Pandur-Panzer? 

Ein Spielzeug für den Herrn VM Kunasek und andere UO?
Schützenpanzer mit ihrer letalen Wirkung werden üblicherweile gegen Menschengruppen eingesetzt.
Wollen uns die slowenischen Freunde angreifen ...
oder hat man Angst vor einer neuen Gefahr wie z.B. Mindestsicherungsbezieher "Neu"?

Antworten
tannenbaum
2
5
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Meine Frage

an den Hr. Schützenhöfer: was genau hätten die neuen Schützenpanzer im Herbst 2015 ausgerichtet, wenn an der Grenze ein ÖVP Innenminister die Flüchtlinge willkommen heißt, und ein ÖVP Außenminister den Österreichern erklärt, dass alle Ankömmlinge eine sehr gute Ausbildung haben? Oder glaubt unser Landeshauptmann, dass die nächste Flüchtlingswelle aus schwer bewaffneten Söldnern besteht? Hoffentlich erfüllen die neuen Fahrzeuge wenigstens die neue
6 d-Temp Abgasnormen. Nicht, das es zu Rückrufaktionen auch noch kommt!

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