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Steirer des TagesFür Granada ist eh ois ok

Die Band „Granada“ lockt Zehntausende Zuhörer zu den Konzerten ihrer Tournee in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Aber was ist das Erfolgsrezept der steirischen Combo rund um Thomas Petritsch?

Jürgen Schmidt, Roland Hanslmeier, Thomas Petritsch, Lukacz Custos und Alexander Christof sind Granada, die derzeit nur in ausverkauften Häusern spielen © Carina Antl
 

Sie schicken in ihren Liedern „Grüße aus Graz nach Sch... Berlin“, besingen das „angesehenste It-Girl von ganz Gnas“ und freuen sich verhalten, dass „eh ois ok“ ist. Letzteres ist aber etwas untertrieben. Für die steirische Band Granada läuft es zur Zeit nämlich prächtig. „Jetzt spüt’s Granada“, und zwar anständig.

Mitte November kletterten Sänger, Songwriter und Gitarrist Thomas Petritsch und seine Musikerkollegen Roland Hanslmeier (Schlagzeug), Lukacz Custos (Gitarre), Jürgen Schmidt (Bass) und Alexander Christof (Akkordeon) in Graz in den Tourbus Richtung Schweiz. In Zürich spielten sie das erste Konzert ihrer Tournee. Gestern Abend traten sie im Grazer Orpheum auf. Morgen gastieren sie in Saalbach, am Dienstag in München, am Mittwoch in Salzburg, Donnerstag und Samstag in der Arena in Wien. Karten gibt es dafür längst keine mehr.

23 der 27 Gigs waren ausverkauft, Zusatzkonzerte wurden eingeschoben. Tickets sind erst wieder für die Frühjahrs-Auftritte erhältlich.

Eine bunte Mischung

„Es ist schon schräg, dass so viele Konzerte ausverkauft sind“, sinniert Thomas Petritsch. Es klingt so, als könne er es selbst noch nicht ganz glauben. Der gebürtige Südsteirer, der mittlerweile in Graz daheim ist, ist gewissermaßen der Kopf der Gute-Laune-Gruppe.

Einst hat er in der Schulband Bass gespielt, Songs gecovert, herumexperimentiert. Berührungsängste hatte er keine, er hörte Uriah Heep ebenso wie die Beatles oder Bands der Hamburger Schule. „Dann ist mein Soloprojekt Effi entstanden und es ist ruckzuck gegangen“, erinnert er sich. „Ich habe viel Unterstützung vom Radio Soundportal gekriegt, meinen Manager kennengelernt und mache seither professionell Musik.“

Weitere Infos

Die ausstehenden Konzerte der aktuellen Tournee sind ausverkauft.

Im Frühling 2019 sind die Musiker wieder unterwegs. Tourneeauftakt ist am 4. April in St. Pölten. Am 5. April ist ein Auftritt im Stereo Club in Klagenfurt geplant. Am 24. Mai findet ein Konzert in den Grazer Kasematten statt.

Infos: www.granadamusik.com.

Im Jahr 2015 bot sich die Chance, den Spielfilm „Planet Ottakring“ musikalisch zu umrahmen. Ein Streifen mit Wiener Strizzi-Schmäh und viel Lokalkolorit. Passend dazu schrieb Petritsch die Songtexte und sammelte Freunde um sich. Ein Album, schlicht „Granada“ betitelt, wurde aufgenommen.

Im vergangenen Sommer erschien das zweite Werk „Ge bitte“. Eine bunte Mischung aus Sonnenscheinpop, Indiemusik, südosteuropäischen Klängen und einem prägnanten Akkordeon, mit heiteren, teils nachdenklichen Mundarttexten.

Sie haben viel Spaß auf Bühne: Granada Foto © (c) Philipp Hafner


„Wir haben eine durlastige Musik, aber der Text ist nicht so in Dur gehalten. Das bringt eine gewisse Spannung. Wir haben in unseren Texten eine gewisse Melancholie, es gibt viele Wortspielereien, viel zu entdecken“, versucht Petritsch zu erklären. Hinzu kommen humorvolle und aufwendige Videoproduktionen mit Tänzern und Statisten.

Spielen, spielen, spielen


Das Erfolgsrezept der fünfköpfigen Combo? „Spielen, spielen, spielen. Und Mundpropaganda“, erklärt der 32-jährige. „Und natürlich gehört auch einiges Glück dazu.“ Von einem Granada-Hype könne jedenfalls keine Rede sein: „Ein Hype ist immer konstruiert, mit Marketing und Social Media. Wir sind ja nicht von null auf hundert geschossen. Bei uns gab es eine lange Aufbauarbeit.“ Eine, die Spaß macht, wie Petritsch betont. „Und es ist schön, dass man als heimische Gruppe ernst genommen wird.“

Fazit: Ois ok. Mehr als ois ok.

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